210 Kilometer gegen Rechts: Leipziger Rad-Demo zieht einmal nach Chemnitz und zurück

Leipzig - Sie sind Hobby-Pedalritter und engagiert für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft. Am Wochenende radelten das Team von Roter Stern Leipzig und Mitstreiter in besonderer Mission.

40 Freizeit-Radsportler haben am Wochenende mit einer Radtour von Leipzig nach Chemnitz und zurück für ein friedliches Miteinander demonstriert.
40 Freizeit-Radsportler haben am Wochenende mit einer Radtour von Leipzig nach Chemnitz und zurück für ein friedliches Miteinander demonstriert.  © Screenshot/facebook.com/RSL99/

Rund 40 Freizeit-Radsportler sind am Wochenende rund 210 Kilometer für Toleranz und gegen Rassismus, Nationalismus und Homophobie durch Sachsen geradelt. "Es war kalt, wir sind in Schnee- und Dauerregen gefahren", sagte ein Sprecher des Teams von Roter Stern Leipzig am Sonntag. Am Samstag kämpfte sich die Gruppe, darunter fünf Frauen, in sechs Stunden bergauf und bergab bis nach Chemnitz. Für den Rückweg am Sonntag brauchten sie nur gut vier Stunden.

Angekündigt zu der Demonstration gegen Nazipropaganda, rassistische und antisemitische Hetze sowie menschenverachtende und sexistische Politik hatten sich mehr Teilnehmer. "Es gab Absagen wegen des Wetters, einigen war es zu gefährlich mit dem Rad." Unter den Teilnehmern waren aber auch Gäste aus Hamburg, Berlin, Göttingen, Dresden, Altenburg und Erfurt.

In Wurzen, Grimma, Colditz, Burgstädt und Borna, die Beispiele für rechtsextreme Aktivitäten und Strukturen sowie Widerstand sind, bekundete die Gruppe ihre Solidarität mit lokalen Initiativen, die sich täglich Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung stellen.

Den Aufruf des Teams vom Sport- und Kulturzentrum Roter Stern hatten auch Rad-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Petra Rossner, der Jenaer Pfarrer Lothar König sowie Landtagsabgeordnete von Linken und Grünen unterzeichnet.

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