Nach Unfall-Drama: Prinz Philip meldet sich mit rührender Geste zurück

London - Nach dem Autounfall, den Prinz Philip (97) Mitte des Monats verursachte hatte, gab es viel Kritik für den Ehemann von Queen Elizabeth II. (92). Unfallopfer und Medien schlugen verbal auf den 97-Jährigen ein.

Prinz Philip hat auf die Kritik reagiert.
Prinz Philip hat auf die Kritik reagiert.  © Steve Parsons/PA Wire/dpa

Emma Fairweather, die sich bei der Kollision am 17. Januar das Handgelenk brach, prangerte öffentlich an, dass der Duke von Edinburgh nach dem Unfall persönlich noch nichts von sich habe hören lassen (TAG24 berichtete).

Stattdessen habe er seine Ehefrau vorgeschickt, die über eine eng vertraute Hofdame ihre "wärmsten guten Wünsche" ausrichten lassen. "Ich bin immer noch überrascht, dass Prinz Philip nicht das Bedürfnis hatte, mich zu kontaktieren und nachzufragen, wie es mir geht", sagte die Geschädigte damals enttäuscht.

Doch nun scheint sich der 97-Jährige ein Herz gefasst zu haben. Dem britischen "Mirror" liegt ein Brief vor, den der Prinz in der Zwischenzeit an sein Unfallopfer geschrieben haben soll und in dem er sagt, dass es ihm "zutiefst leid tut".

In der überraschenden Post, datiert auf den 21. Januar 2019, wünscht der Herzog dem Opfer Emma Fairweather unter anderem eine "schnelle Genesung". Auch für den Unfall versucht sich der 97-Jährige in dem Schreiben zu erklären.

"Ich habe diese Kreuzung schon mehrmals überquert und kenne die Verkehrslage auf dieser Hauptstraße sehr gut", heißt es in dem Brief. Doch die Sonne habe zum Zeitpunkt des Unfalls sehr tief gestanden, weshalb seine Sicht am Steuer eingeschränkt gewesen, so Philip.

"Unter normalen Bedingungen hätte ich keine Schwierigkeiten, den Verkehr aus Richtung Dersingham zu sehen, aber ich kann mir nur vorstellen, dass ich das Auto nicht kommen sehen konnte, und ich bin sehr besorgt über die Folgen."

Unfallopfer akzeptiert Entschuldigung von Philip

Der Prinz selbst überstand den Unfall unverletzt.
Der Prinz selbst überstand den Unfall unverletzt.  © Sam Russell/PA Wire/dpa

Weil ein Polizist ihm dazu geraten habe, verließ der Prinz den Unfallort zügig, um kein unnötiges Aufsehen zu erregen. "Ich habe inzwischen erfahren, dass du einen gebrochenen Arm erlitten hast. Ich bedaure diese Verletzung zutiefst", spricht er Fairweather nun persönlich an.

Er sei nach dem Unfall erschüttert gewesen, gibt der Ehemann der Queen noch zu, zeigt sich aber erleichtert, dass niemand schwer verletzt wurde. Allerdings könnte der Crash trotzdem noch ein Nachspiel für die Royals haben.

Denn Fairweather, die als Pflegerin arbeitet, wurde für zwei Monate von der Arbeit freigestellt und hat laut "Mirror" ihre Rechtsanwälte dazu angewiesen, einen Schadenersatzanspruch geltend zu machen. Dennoch war sie von Prinz Philips persönlicher Nachricht angetan.

"Ich fand es wirklich schön, dass er als Philip unterschrieben hat und nicht mit formalem Titel. Ich war angenehm überrascht, wegen der persönlichen Note", sagt sie. Mit seiner Erklärung des Unfalls ist sie jedoch nicht ganz einverstanden.

Denn sie erinnert sich einen bedeckten Tag. Doch Fairweather gibt sich versöhnlich: "Er hat versucht, eine Erklärung zu geben, also weiß ich das zu schätzen, ob ich damit einverstanden bin oder nicht. Es war sicher schwierig zu wissen, was das Richtige wäre, ohne mich noch mehr aufzuregen."

Nach dem Unfall hatte Prinz Philip zwei Tage später schon wieder hinterm Steuer gesessen - unangeschnallt. Daraufhin brach in der Presse erneut ein Aufschrei los. Von der Polizei gab es aber lediglich "Ratschläge".

Titelfoto: Steve Parsons/PA Wire/dpa

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