Völler über 100-Millionen-Wechsel von Kai Havertz: "Es ist klar besprochen!"

Leverkusen - Trotz des Abganges des letztjährigen Top-Vorlagengebers Julian Brandt, steckt man sich bei Bayer 04 Leverkusen hohe Ziele. Einer soll dabei gewaltigen Anteil haben.

Kai Havertz ist wohl das begehrteste deutsche Eisen auf europäischem Top-Niveau.
Kai Havertz ist wohl das begehrteste deutsche Eisen auf europäischem Top-Niveau.  © Andreas Gora/dpa

Die Werkself zählt zu jenen Mannschaften, auf die man besonders gespannt sein kann in der kommenden Spielzeit. Seit dem Trainerwechsel von Heiko Herrlich (47) zum Niederländer Peter Bosz, verspürt man in Leverkusen einen Aufwind, der letztlich mit der Qualifikation für die Champions League am letzten Spieltag gipfelte.

Und auch der Abgang von Julian Brandt zum BVB scheint diesen Aufwärtstrend, wenn überhaupt, nur kurzzeitig eine kleine Delle verpasst zu haben. Denn mit dem Hoffenheim-Doppelpack Kerem Demirbay (26) und Nadiem Amiri (22) hat man sich qualitativ durchaus gut verstärkt.

Eine interessante Personalie dürfte auch die erst 19-jährige französische Leihgabe Moussa Diaby sein. Der vom Tuchel-Klub Paris Saint-Germain gekommene Linksaußen ist ein ebenso spannendes Projekt, wie die Werkself unter Bosz an sich.

Der 55-jährige Niederländer überraschte nicht zuletzt seine Spieler mit einer völlig anderen Trainingssteuerung. Anders als bei den meisten seiner Kollegen lautet sein Motto: Weniger ist mehr.

Mehr Ruhephasen, weniger und kürzere Trainingseinheiten, die jedoch immer mit 100 Prozent.

Völler über Havertz: "Gibt nur wenige Vereine die infrage kommen"

Geschäftsführer Sport Rudi Völler ist entschlossen. Der nächste Schritt der Bayer-Elf soll nun folgen.
Geschäftsführer Sport Rudi Völler ist entschlossen. Der nächste Schritt der Bayer-Elf soll nun folgen.  © Marius Becker/dpa

Ein Spieler, der das zumindest noch eine Saison weiter miterleben soll, ist Offensiv-Juwel Kai Havertz. Der 20-jährige Youngster schoss letzte Saison komplett durch die Decke: Spielte alle 34 Bundesliga-Partien, war dabei mit 17 Treffern Top-Torschütze der Werkself.

Die europäischen Top-Klubs stehen Schlange - eine mögliche Ablöse wird wohl kaum unter einem dreistelligen Millionenbetrag liegen.

Sport-Geschäftsführer Rudi Völler geht mit der Personalie Havertz ganz entspannt um. "Wenn er uns irgendwann verlässt, wird er zu dem Klub gehen, für den er spielen will", so der 59-Jährige in der "Bild" und fuhr fort: "Es ist klar besprochen: Kai entscheidet mit, wann und wohin er geht. Alles andere lässt sich klären."

Eines ist dem ehemaligen deutschen Nationaltrainer bezüglich potentieller Abnehmer jedoch klar: "Es gibt sicherlich nur wenige Vereine, die infrage kommen."

Neben Top-Klubs wie Real Madrid und Juventus Turin soll vor allem der FC Bayern München heiß sein auf die Dienste des Ausnahme-Spielers.

Mit Bosz, Havertz und den Neuzugängen hat Völler indes jedoch seine Zielstellung für die kommende Spielzeit angepasst: "In den vergangenen Jahren habe ich immer gesagt, dass unser Minimalziel die Europa League ist und unser Wunschziel die Champions League. Das habe ich jetzt leicht erhöht".

Somit sollte die klar sein: Völler will angreifen, Völler will wieder in die Top Vier der Liga!

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