Nazi-Vergangenheit: Eintracht erkennt Präsident den Ehren-Vorsitz ab

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt erkennt seinem früheren Präsidenten Rudolf Gramlich nach einem Bericht der Bild-Zeitung posthum die Ehren-Präsidentschaft ab.

Die Entscheidung soll am Sonntag bei der Mitgliederversammlung der Eintracht offiziell gemacht werden (Symbolbild).
Die Entscheidung soll am Sonntag bei der Mitgliederversammlung der Eintracht offiziell gemacht werden (Symbolbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

Diesen Entschluss von Ehrenrat, Verwaltungsrat und Präsidium soll Präsident Peter Fischer bei der Mitgliederversammlung an diesem Sonntag in Frankfurt am Main verkünden, wie die Zeitung am Donnerstagabend online berichtet.

Grund seien laut Bild Gramlichs Nazi-Vergangenheit und dessen "Zugehörigkeit zum 8. SS-Totenkopfregiment des Hitler-Regimes und auch der Erwerb seiner Lederfirma von jüdischen Kaufleuten, die von den Nazis deportiert wurden und umkamen".

Gramlich war von 1955 bis 1970 Eintracht-Präsident, in seine Amtszeit fiel die einzige deutsche Meisterschaft des Vereins im Jahr 1959. Die Hessen haben den Fall und Gramlichs Vergangenheit in den vergangenen Jahren aufgearbeitet und untersucht.

Vor allem der jetzige Präsident Fischer positioniert sich immer wieder deutlich gegen rechts. Bei der Mitgliederversammlung 2018 hatte er gesagt:

"Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei (AfD) wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt."

Der amtierende Eintracht-Präsident Peter Fischer äußert sich immer wieder vehement gegen Vertreter des Nationalsozialismus.
Der amtierende Eintracht-Präsident Peter Fischer äußert sich immer wieder vehement gegen Vertreter des Nationalsozialismus.  © dpa/Frank Rumpenhorst

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