Rechter greift nach Gerichtstermin Demonstranten an

Rudolstadt - Nach dem Prozessauftakt gegen zwei Männer aus dem rechten Spektrum ist es in Rudolstadt zu einem Übegriff auf Demonstranten gekommen.

Der Angreifer flüchtete nach der Pfeffer-Attacke. (Symbolbild)
Der Angreifer flüchtete nach der Pfeffer-Attacke. (Symbolbild)  © DPA

Kurz nach Ende der Verhandlung am Montag soll ein mutmaßlicher Angehöriger der rechten Szene einen Teilnehmer einer Solidaritätskundgebung vor dem Amtsgericht mit Pfefferspray attackiert haben, teilte die Organisation für Opfer rechter Gewalt ezra am Dienstag mit.

Die Polizei bestätigte den Vorfall. Zuvor soll es zwischen den beiden Männern, die sich kennen, zu einem verbalen Streit gekommen sein. Nach der Pfefferspray-Attacke sei der Angreifer geflohen, hieß es bei der Polizei. Nun ermittle der Staatsschutz, da eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden könne. Etwa 30 Menschen hatten an der Kundgebung teilgenommen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

In dem Prozess sind laut Gerichtssprecher zwei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen am Rande eines Neonazi-Aufmarsches am 1. Mai 2015 in Saalfeld Punks überfallen haben. Die Männer sollen zwei von ihnen mit Fausthieben und Tritten verletzt haben. Ein Opfer hat laut Anklage Zähne verloren.

Ezra bemängelt, dass nur zwei der mutmaßlichen Täter vor Gericht stehen. Die Angreifergruppe sei deutlich größer gewesen.

Titelfoto: DPA


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