Das waren 2018 die kuriosesten Tierrettungen im Norden!

Hamburg - Immer wieder werden Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zu tierischen Rettern in der Not. TAG24 hat die kuriosesten Tierrettungen 2018 in Hamburg und Umgebung für Euch zusammengefasst:

Verletzter Schwan legt Zugverkehr lahm

Ein Beamter der Bundespolizei nähert sich dem verletzten Tier.
Ein Beamter der Bundespolizei nähert sich dem verletzten Tier.  © Bundespolizei

Wegen eines verletzten Schwans musste die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Harburg Ende September für einige Minuten gesperrt werden.

Durch die Rettungsmaßnamen (TAG24 berichtete) kam es zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr.

Einsatzkräfte der Bundespolizei hatten das Tier entdeckt. Gemeinsam mit Kräften der Hamburger Feuerwehr gelang es aber schnell, den Schwan einzufangen.

Anschließend wurde er durch die Feuerwehr zur Untersuchung in ein Tierheim gebracht.

Plötzlich stand ein Schwein im Treppenhaus

Das Schwein wurde ins Tierheim Süderstraße gebracht.
Das Schwein wurde ins Tierheim Süderstraße gebracht.  © Polizei Hamburg

Einen weiteren Einsatz der tierischen Art bewältigte die Polizei Hamburg Anfang April (TAG24 berichtete).

Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Wilhelmsburg hatten telefonisch ein Wildschwein im Treppenhaus gemeldet. Mit gewisser Skepsis machten sich die Kollegen auf den Weg zur angegebenen Adresse.

Im ersten Stock, vor der Wohnungstür des Anrufers, schaute den Beamten dann aber ein wenig wildes, sondern sehr freundliches Hängebauchschwein entgegen.

War der Weg die Treppe hoch für die Sau noch körperlich möglich gewesen, gestaltete sich der Rückweg aufgrund anatomisch großer Hürden nicht mehr so einfach. Die Sau verweigerte gänzlich ihre Mitarbeit.

Gemeinsam mit der hinzugezogenen Besatzung der Feuerwehr konnte das Tier aber in einen Käfig und dann weiter ins Tierheim transportiert werden.

Polizei-Eskorte begleitet Schwan bei Spaziergang

Der Schwan spazierte in aller Ruhe über die Bundesstraße.
Der Schwan spazierte in aller Ruhe über die Bundesstraße.  © Polizei Lüneburg

Im Oktober sorgte ein Schwan auf einer Bundesstraße für Lüneburg für einen ungewöhnlichen Polizei-Einsatz (TAG24 berichtete).

Wie eine Polizeisprecherin am Nachmittag mitteilte, war das Tier mehr als eine Stunde zu Fuß auf der B4/B209 unterwegs.

Um einen Unfall zu verhindern, griff die Polizei zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Ein Streifenwagen begleitete den Vogel bei dem Spaziergang zwischen den Anschlussstellen Häcklingen und Deutsch Evern.

"Erst um 14 Uhr hatte der Schwan offenbar genug", sagte die Sprecherin. "Er hob ab und flog gen Lüneburg davon."

Polizei rettet zurückgelassene Schildkröte

Die Schildkröte wurde dem Tierschutzverein übergeben. (Symbolbild)
Die Schildkröte wurde dem Tierschutzverein übergeben. (Symbolbild)  © DPA

In einer Etagenwohnung in Hamburg-Rotherbaum haben Bewohner bei ihrem Auszug zwei Schildkröten vergessen.

Wie die Polizei im August auf Facebook mitteilte, sei eins der Tiere schon tot gewesen, als sich die Beamten am Freitag Zugang zur Wohnung verschafft hätten.

Die noch lebende Schildkröte habe auf dem Polizeirevier frisch gepflückten Löwenzahn erhalten, bevor sie dem Tierschutzverein übergeben worden sei.

Gegen die ehemaligen Bewohner leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein (TAG24 berichtete).

Pferd "Easy" steckt in fieser Schlammfalle

Mit vereinten Kräften zogen die Feuerwehrleute das Pferd aus dem Graben.
Mit vereinten Kräften zogen die Feuerwehrleute das Pferd aus dem Graben.  © DPA

Ende August musste die Hamburger Feuerwehr im Stadtteil Neuengamme ausrücken, um ein Pferd aus einem schlammigen Graben zu retten (TAG24 berichtete).

Die 700 Kilogramm schwere Stute "Easy" sei beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits bis zu den Schulterblättern versunken gewesen, teilte ein Sprecher mit.

Der Stute wurde daraufhin ein Beruhigungsmittel verabreicht. Dann zogen die Einsatzkräfte das Tier mithilfe eines Treckers aus dem Graben.

Nach Angaben einer Tierärztin hat Easy die Rettungsaktion gut überstanden. 23 Feuerwehrleute waren rund zweieinhalb Stunden mit der Rettung beschäftigt.

Schwanenvater rettet Robbe "Ricky"

Die kleine Robbe wurde auf den Namen "Ricky" getauft.
Die kleine Robbe wurde auf den Namen "Ricky" getauft.  © citynewstv.de

Im Hamburger Hafen haben Angler im Oktober einen völlig geschwächten Seehund gefunden (TAG24 berichtete).

Schwanenvater Olaf Nieß, der sich normalerweise um die Alsterschwäne kümmert, brachte den kleinen Heuler zunächst ins Schwanenquartier am Eppendorfer Mühlenteich.

Hier wurde der Heuler versorgt, bis er weiter nach Friedrichskoog zur Seehundstation gebracht wurde.

Einen Namen hat die kleine Robbe aber vorher schon bekommen: Die Retter tauften das Tier auf den Namen "Ricky".

Schwanenfamilie verirrt sich auf Autobahn: Vollsperrung!

Die Schwanenfamilie verirrte sich auf die A1.
Die Schwanenfamilie verirrte sich auf die A1.  © Polizei Bremen

Die A1 bei Bremen musste Ende August in beide Richtungen kurzzeitig gesperrt werden. Grund dafür war die Rettung einer sechsköpfigen Schwanenfamilie.

Autofahrer hatten die Polizei alarmiert. Als eine Streife eintraf, standen die vier Jungvögel mit ihren Eltern verängstigt auf dem linken Fahrstreifen in einem Baustellenbereich.

Die Beamten sperrten die Autobahn daraufhin in Höhe Bremen-Arsten in beide Fahrtrichtungen. Dann trieben sie die Vögel in Richtung Rastplatz und von dort aus ging es weiter in Richtung angrenzenden "Silbersee".

"Für die Rettungsaktion wurde die Autobahn in beide Richtungen für 25 Minuten gesperrt", sagte ein Polizeisprecher.

Kamel-Invasion bei LIDL

 Eine kleine Kamelherde stand nachts auf einem Lidl-Parkplatz in Bergen.
Eine kleine Kamelherde stand nachts auf einem Lidl-Parkplatz in Bergen.  © Polizei

Sieben Kamele haben Polizisten Mitte November bei Celle in Niedersachsen beschäftigt (TAG24 berichtete).

Autofahrer bemerkten die Herde nachts auf einem Lidl-Parkplatz in Bergen.

Hörte sich wie eine Fata Morgana an, war aber real!

Sieben Kamele standen friedlich auf dem Parkplatz.

Die Tiere waren zuvor aus dem nahegelegenen Winterlager eines Zirkus ausgebrochen.

Ein Mitarbeiter brachte die Kamele schließlich wieder zurück in ihre Stallung.

Was die Kamele bei ihrem Ausflug wollten, blieb unklar.

Der Discounter war bereits geschlossen.

"Sie warteten auf die besten Angebote", schrieb die Polizei Celle auf Twitter augenzwinkernd.

Hund landet im Kühlergrill

"Tero" hatte unfassbares Glück.
"Tero" hatte unfassbares Glück.  © Polizei Hamburg

Zum Jahresende hat in Harburg ein 13-jähriger Zwergschnauzer unfassbares Glück gehabt (TAG24 berichtete).

"Tero" wurde nahe Bullenhausen von einem Auto angefahren und steckte danach im Kühlergrill des Fahrzeuges fest. Die Unfallverursacherin bemerkte zunächst nichts von der Kollision und fuhr mit dem Hund noch mehrere Kilometer weiter.

Erst Stunden später konnte die Feuerwehr das Tier unverletzt aus seiner misslichen Lage befreien.

Robbe im Vorgarten

Eine Robbe hatte sich in den Vorgarten eines Hauses an der niedersächsichen Nordseeküste verirrt.
Eine Robbe hatte sich in den Vorgarten eines Hauses an der niedersächsichen Nordseeküste verirrt.

Ein Seehund lag Mitte Dezember plötzlich in einem Vorgarten im niedersächsischen Holtgast an der Nordseeküste (TAG24 berichtete).

Auch hier bermekte ein Autofahrer den ungewöhnlichen Gast.

Unterstützt von Anwohnern fingen Mitarbeiter der Seehundaufzuchtstation aus Norddeich die Robbe ein und nahmen sie mit.

Das Tier erwies sich als gesund und durfte schnell wieder in die Nordsee zurück.

Anscheinend hatte es auf einer Entdeckungsreise durch die zahlreichen Wasserläufe des Harlingerlandes den Vorgarten entdeckt.

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