Mysteriöser Riesen-Klumpen an Ostsee-Strand stellte Polizei vor Rätsel

Putgarten/Rügen - Nanu, was ist das denn? Dieser mehr als ungewöhnliche Strand-Findling gab sogar Experten ein schier unlösbares Rätsel auf. Der weiß-braune Klumpen war am 22. Oktober von Schülern am Ostsee-Strand vor Kap Arkona entdeckt worden.

Bei dem Riesen-Klumpen handelte es sich um die Füllung einer Schiffsboje.
Bei dem Riesen-Klumpen handelte es sich um die Füllung einer Schiffsboje.  © Screenshot Facebook/Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Der Fund beschäftigte auch die Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern so sehr, dass man sich sogar via Facebook an die Bevölkerung wandte:

"Falls ihr ernst gemeinte Hinweise geben könnt, wir sind gespannt..."

Doch niemand konnte sich einen Reim auf die klebstoffartige weiße Masse voller brauner Styroporkugeln machen.

Auch das Umweltamt des Landkreises Vorpommern-Rügen wurde alarmiert. Deren wichtigste Erkenntnis: kein gefährlicher oder umweltschädigender Stoff.

Jedenfalls wurde von der Behörde die Entfernung und Entsorgung des Klumpens veranlasst.

Am Dienstag dann nach über einem Monat der Ungewissheit endlich die Lösung!

Schüler fanden den Brocken am Strand.
Schüler fanden den Brocken am Strand.  © Screenshot Facebook/Polizei Mecklenburg-Vorpommern

"Der rätselhafte Strandfund bei Kap Arkona ist ein Teil einer beschädigten Boje, die vom Pipeline-Verlegeschiff ‚Audacia‘ verwendet wurde. Mit dieser Art von Bojen werden die Standorte der zehn Anker gekennzeichnet, mit denen sich das Pipeline-Verlegeschiff während der Rohrverlegung positioniert", erklärte ein Nord-Stream-2-Sprecher.

Demnach sei bereits am 7. Oktober gegen 22 Uhr die Hülle einer Boje durch ein Ankerseil beschädigt worden, wodurch ein Teil der Füllung abbrechen konnte. Und diese wurde jetzt teilweise angeschwemmt.

Die Schiffscrew hatte zwar laut Nord-Stream alle im Dunkeln sichtbaren Bruchstücke eingesammelt, es sei jedoch durchaus denkbar, dass da noch mehr angespült wird.

Da immer wieder Gegenstände vom Bau der umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 ausgehen, wurde extra eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 0800/1623506 könnt Ihr Funde melden.

Erst im Frühjahr waren gefährliche Schmierfett-Klumpen an den Ostsee-Stränden der Halbinsel Zudar entdeckt worden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Polizei Mecklenburg-Vorpommern

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