Rührende Aktion! VfB-Profis geben Essen an Bedürftige aus!

Stuttgart - Bei einem ehrenamtlichen Einsatz in der Stuttgarter Vesperkirche sind die Fußballprofis des VfB Stuttgart mit der Armut in der Stadt konfrontiert worden.

Mari Gomez spricht mit einem Besucher in der Vesperkirche.
Mari Gomez spricht mit einem Besucher in der Vesperkirche.  © DPA

"Für uns ist es wichtig zu sehen, welches Privileg es ist, wie wir unser Leben führen", sagte Mittelfeldspieler Christian Gentner am Dienstag.

Neben dem Kapitän des Fußball-Bundesligisten waren unter anderem Stürmer Mario Gomez, Torwart Ron-Robert Zieler und Trainer Markus Weinzierl in der Leonhardskirche, der ältesten Vesperkirche Deutschlands.

Dort gaben sie an Obdachlose, Arbeitslose und weitere Bedürftige Essen und Getränke aus.

Aus Anlass des VfB-Besuchs gab es an diesem Tag Pasta mit Tomatensoße und geriebenen Käse, um die Vereinsfarben rot-weiß zu simulieren.

Der VfB steht in der Bundesliga derzeit auf dem 16. Platz und ist stark abstiegsgefährdet. Wenn man aber die Lebenssituationen der Menschen in er Kirche sehe, dann "erscheinen unsere Probleme lächerlich", erklärte Gomez.

Christian Gentner (l-r), Mario Gomez und Co Trainer Wolfgang Beller verteilen Getränke an die Besucher der Vesperkirche.
Christian Gentner (l-r), Mario Gomez und Co Trainer Wolfgang Beller verteilen Getränke an die Besucher der Vesperkirche.  © DPA

Für Coach Weinzierl war es "klar, dass wir den Leuten eine Freude bereiten".

Neben viel Aufmunterung mussten sich die VfB-Vertreter manchen kritischen Spruch anhören: "Ihr solltet mal lernen, aufs Tor zu schießen", sagte ein Gast zu Gentner.

Die Stuttgarter Vesperkirche geht an diesem Samstag nach sieben Wochen mit einem Abschluss-Gottesdienst zu Ende.

Bis dahin werden die 870 Ehrenamtlichen, die in der Leonhardskirche abwechselnd im Einsatz sind, pro Tag 500 bis 600 Essen ausgegeben haben. In der kalten Jahreszeit sei die Vesperkirche "ein Zuhause auf Zeit, wo ich eine Gemeinschaft habe", sagte die Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann. "Man sieht, dass es viel Armut gibt in Stuttgart."

Neben einem Mittagessen und einem Vesper am Nachmittag können die Gäste unter anderem auch eine ärztliche Betreuung oder einen Friseur-Service in Anspruch nehmen.

Titelfoto: DPA

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