Gefährliche Krankheit breitet sich rasant aus: Helfen mehr Kontrollen?

Rüsselsheim - Nach einer Ausbreitung der sogenannten Rußrindenkrankheit an Ahornbäumen hat die Stadt Rüsselsheim an öffentlichen Gebäuden und Plätzen zusätzliche Kontrollen angeordnet.

Die Sporen verteilen sich in der Luft und können bei Menschen Atemwegsprobleme verursachen.
Die Sporen verteilen sich in der Luft und können bei Menschen Atemwegsprobleme verursachen.  © DPA

Baumkontrollen gebe es an allen Kindergärten, Schulen, Spielplätzen und anderen hochfrequentierten Bereichen, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Mit dem Pilz befallene Bäume sollen dann schnellstmöglich von einer Spezialfirma gefällt werden.

Die Rindenkrankheit habe sich aktuell rasant in der gesamten Region ausgebreitet. Pilzsporen könnten sich in der Luft verbreiten und Fieber, Reizhusten, Schüttelfrost und Atemwegsprobleme verursachen. Menschen sollten im Verdachtsfall deshalb Abstand von den Bäumen halten, warnte die Stadt.

Die Sporen reifen bei der Baumkrankheit unter der Rinde. Sie bilden eine dunkle Schicht, die wie Ruß aussieht. Später reißt die Rinde auf und blättert ab. Der Baum kann geschädigt werden und absterben.

Das gehäufte Auftreten in diesem Jahr sehen Experten im Zusammenhang mit dem trockenen und heißen Sommer 2018, in dem die Bäume geschwächt wurden. Auch in anderen Regionen war der Pilzbefall bereits aufgefallen und Tausende Bäume gefällt worden.

Dieser Weg ist für Wanderer wegen der Rußrindenkrankheit gesperrt.
Dieser Weg ist für Wanderer wegen der Rußrindenkrankheit gesperrt.  © DPA
Der Pilz beschädigt die Bäume unwiederruflich und lässt sie absterben.
Der Pilz beschädigt die Bäume unwiederruflich und lässt sie absterben.  © DPA

Titelfoto: DPA


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