Unfall mit Reisebus und Rettungswagen: 52 Verletzte, darunter viele Kinder

Rüting - Bei einem Zusammenstoß von einem Rettungswagen mit einem Reisebus nördlich von Lübeck sind 52 Menschen - darunter hauptsächlich Kinder - verletzt worden.

Über 40 Menschen wurden durch den Unfall verletzt.
Über 40 Menschen wurden durch den Unfall verletzt.  © Arne Jappe/dpa

Die meisten Unfallbeteiligten blieben leicht verletzt, zwei Personen wurden schwer verletzt, wie die zuständige Regionalleitstelle mitteilte.

Der Bus war am Samstagabend gegen 18.40 Uhr mit 38 Kindern und mehreren Betreuern auf dem Weg in ein Ferienlager.

In der Gemeinde Rüting (Kreis Ostholstein) kam es zu der Kollision mit dem Rettungswagen.

Die Verletzten - darunter auch die beiden Rettungsassistenten - wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Der Rettungswagen kam auf der Seite zum Liegen.
Der Rettungswagen kam auf der Seite zum Liegen.  © Arne Jappe/dpa

Update 10.42 Uhr: Ersten Polizeierkenntnissen zufolge wollte ein vor dem Bus fahrender Autofahrer nach links abbiegen, wartete aber, um den entgegenkommenden Rettungswagen passieren zu lassen. Den Ermittlungen nach soll der Busfahrer daraufhin in den Gegenverkehr gefahren sein, um dem stehenden Auto auszuweichen. Dabei kam es um etwa 18.40 Uhr zum Zusammenstoß zwischen Bus und Rettungswagen.

"Der Rettungswagen kippte dabei um und schlitterte noch einige Meter über die Fahrbahn", sagte ein Polizeisprecher. Eine Seitenwand am hinteren Teil des Fahrzeuges und eine Tür am Heck wurden abgerissen. Der Bus kam von der Straße ab und blieb mit stark beschädigter Front an einer Böschung stehen. Ein weiterer Kleinwagen war ebenfalls am Unfall beteiligt und wurde beschädigt, konnte zunächst aber nicht zugeordnet werden.

Neben der Feuerwehr und mehreren Polizeiautos, waren den Angaben zufolge mehr als 30 Rettungsfahrzeuge am Unfallort. Zwei Rettungshubschrauber brachten die Schwerverletzten in Krankenhäuser. 20 weitere Verletzte wurden in Kliniken gebracht, wie die Regionalleitstelle der Feuerwehr mitteilte. Darunter war auch die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens. Ob die anderen 24 Verletzten, die die Polizei zusätzlich genannt hatte, vor Ort behandelt wurden, war in der Nacht auf Sonntag noch unklar.

Die beteiligten Kinder waren Polizeiangaben zufolge zwischen zehn und 15 Jahre alt. Sie waren mit ihren Betreuern auf einem Rückweg von einer Veranstaltung. Mehrere Businsassen wurden am Abend zurück ins Ferienlager gebracht, wo sie nach Angaben der Regionalleitstelle seelsorgerisch betreut wurden. Ein Gutachter war am Abend an der Unfallstelle vor Ort, die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache übernommen.

Update 14 Uhr: Die Polizei hat die Zahl der Verletzten auf 52 erhöht. Ein Mann zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu; für ihn besteht akute Lebensgefahr!

Bei der Reisegruppe handelt es sich um 38 Kinder und Jugendliche sowie mehrere Betreuer aus dem Schwalm-Eder-Kreis in Hessen, die sich in einem Ferienlager in an der Ostsee aufhalten.

Insgesamt wurden 52 Personen bei dem schweren Verkehrsunfall verletzt. Nach derzeitigem Stand waren es 42 leichtverletzte, neun mittelschwerverletzte und eine schwerverletzte Menschen. Bei dem schwerverletzten Mann handelt es sich um einen 22-jährigen Insassen des Reisebusses. Er schwebt in akuter Lebensgefahr.

Die Unfallursache steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, sagte ein Polizeisprecher.

Update 2. Juli 15.00 Uhr: Ein 22 Jahre alter Betreuer erlag inzwischen im Krankenhaus seinen Verletzungen.


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