Lebensgefahr! Das passiert mit der Pillnitzer Ruine

Die Gotische Ruine von Pillnitz ist jetzt eine Gefahr für Wanderer.
Die Gotische Ruine von Pillnitz ist jetzt eine Gefahr für Wanderer.  © Norbert Neumann

Pillnitz - Für Spaziergänger im Pillnitzer Friedrichsgrund ist sie ein markanter Punkt am Wegesrand: die gotische Ruine über den Weinbergen. Genau die aber ist ab sofort gesperrt, weil sie eine Gefahr für Besucher ist.

„Bei einer Routinekontrolle wurde ihr ein äußerst schlechter baulicher Zustand attestiert“, erklärt SIB-Sprecherin Petra Brommer.

Klingt absurd, denn eigentlich zeichnen sich Ruinen durch schlechten Bauzustand aus. Aber die gotische Ruine ist anders: Sie ist nicht das in die Jahre gekommene Relikt einer alten Burg.

Sie wurde 1875 als Ruine errichtet. König Friedrich August „Der Gerechte“ gab sie in Auftrag. Sozusagen als Attraktion für Wanderer im beschaulichen Flur um Pillnitz.

Doch die königliche Attraktion hat nun lose Fugen und kaputte Steine. Herbststürme und der bevorstehende Winter werden ihr noch mehr zusetzen. „Es besteht die Gefahr, von herabstürzenden Teilen“, so Petra Brommer.

Eilends stellte der Staatsbetrieb nun einen Zaun auf. „Wenn es das Wetter zulässt, werden noch Sicherungsmaßnahmen durchgeführt“, so die Sprecherin.

Das weitere Vorgehen muss mit dem zuständigen Schlösserland Sachsen abgestimmt werden. Immerhin ist die Reparatur der maroden Ruine eine unvorhersehbare Ausgabe. Wann Wanderer wieder sicher in der Ruine wandeln können, steht in den Sternen.

Lockere Steine, lose Fugen. Die Ruine von Pillnitz ist kaputt.
Lockere Steine, lose Fugen. Die Ruine von Pillnitz ist kaputt.  © Norbert Neumann

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