Nach Schock-Meldung: Nun doch keine Erhöhung der TV-Gebühren?

Die genaue künftige Beitragshöhe lässt sich ohne "Spekulationen" nicht nennen, so  ZDF-Intendant Thomas Bellut (62).
Die genaue künftige Beitragshöhe lässt sich ohne "Spekulationen" nicht nennen, so ZDF-Intendant Thomas Bellut (62).  © DPA

Köln - Eine Meldung vom Wochenende brachte Fersehzuschauer in Wallungen: Der Rundfunkbeitrag sollte laut der "Frankfurter Allgemeine" drastisch steigen, wenn es nach nach dem Willen der öffentlich-rechtlichen Sender ginge - und zwar auf bis zu 21 Euro monatlich.

Berichtet wurde, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio diese Forderung aufstellen würden. Aktuell liegt der Beitrag bei 17,50 Euro/Monat.

Gegenüber Bild dementierte ARD-Sprecher Steffen Grimberg nunmehr umgehend die Behauptung.

In Bild heißt es: "Die Darstellung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, wonach die ARD eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags bis 2029 auf 21 Euro fordere, ist frei erfunden", erklärte ARD-Sprecher Steffen Grimberg.

Weiter heißt es: Die ARD werde bei der KEF im Frühjahr 2019 ihren Bedarf für die vierjährige Beitragsperiode ab 2020 anmelden. Doch es sei zum heutigen Zeitpunkt seriös nicht zu beantworten, in welcher Höhe, so Grimberg weiter.

Auch ZDF-Intendant Thomas Bellut (62) meldete sich zu Wort. "Die Beitragshöhe schlägt die KEF vor, das wird sie erst in zwei Jahren machen. Trotz der Sparvorschläge sieht das ZDF die Notwendigkeit für den Ausgleich von Preissteigerungen, wie es sie überall gibt.“ Alle weiteren Zahlen seien „zurzeit Spekulationen“.

Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz (41), kritisierte:

"Eine Gebührenerhöhung um rund 20 Prozent für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bis 2029 ist kaum vermittelbar. Sollte sich bestätigen, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio eine automatische Steigerung des Rundfunkbeitrags um jährlich 1,75 Prozent wollen, wären sie alles andere als gut beraten. Nach Ansicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion muss Stabilität der Rundfunkgebühren das Gebot der Stunde sein.

Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz (41): "Stabilität der Rundfunkgebühren muss das Gebot der Stunde sein."
Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz (41): "Stabilität der Rundfunkgebühren muss das Gebot der Stunde sein."  © DPA

Titelfoto: DPA


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