Rundumschlag auf Instagram: Greta Thunberg teilt kräftig aus und verrät Zukunftspläne

Stockholm (Schweden) - Greta Thunberg (17) meldet sich am späten Mittwochnachmittag mit einem langen Statement auf ihrem Instagram-Account, das fast wie eine Abrechnung klingt.

Greta Thunberg (17) meldet sich mit gleich mehreren Botschaften zurück.
Greta Thunberg (17) meldet sich mit gleich mehreren Botschaften zurück.  © Markus Schreiber/AP/dpa

"Betrüger, Marken, kommerzielle Interessen, Lizenzgebühren und Stiftungen... Erstens: Leider gibt es immer noch Leute, die versuchen, sich als mich auszugeben oder fälschlicherweise behaupten, sie 'vertreten' mich, um mit hochkarätigen Leuten, Politikern, Medien, Künstlern usw. zu kommunizieren. Seid bitte wachsam, da so was geschieht und seid äußerst misstrauisch, wenn ihr von 'mir' oder jemandem kontaktiert werdet, der sagt, dass er mich 'vertritt'", schreibt Thunberg.

Die Klimawandelaktivistin entschuldigt sich im selben Zug bei allen Menschen, die bereits auf diese Weise getäuscht wurden, holt danach direkt zum nächsten Rundumschlag aus.

So schreibt die 17-Jährige: "Zweitens: Mein Name und die #FridaysForFuture-Bewegung werden ohne jegliche Zustimmung ständig für kommerzielle Zwecke verwendet. Dies geschieht zum Beispiel beim Marketing, beim Verkauf von Produkten und beim Sammeln von Geld in meinem Namen und der Bewegung."

Aus diesem Grund habe sie ihren eigenen Namen, "Fridays For Future", ihren schwedischen Slogan "Skolstrejk för klimatet" und so weiter als Marken registrieren lassen.

Thunberg will Stiftung gründen

Thunberg wird wohl noch lange streiken.
Thunberg wird wohl noch lange streiken.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

"Diese Aktion dient dem Schutz der Bewegung und ihrer Aktivitäten. Es ist auch erforderlich, dass meine ehrenamtliche Rechtshilfe die erforderlichen Maßnahmen gegen Personen oder Unternehmen usw. ergreift, die versuchen, mich und die Bewegung zu Zwecken einzusetzen, die nicht mit dem übereinstimmen, wofür die Bewegung steht" so Thunberg.

Und weiter: "Ich versichere euch, ich und die anderen Schul-Streikenden haben absolut kein Interesse an Marken. Aber leider muss das gemacht werden. Fridays For Future ist eine globale Bewegung, die von mir gegründet wurde. Sie gehört jedem, der daran teilnimmt, vor allem den jungen Leuten. Es kann und darf nicht für individuelle oder kommerzielle Zwecke verwendet werden."

Thunberg ist an dieser Stelle noch nicht fertig und hat noch eine Ankündigung, die ihre Zukunft betrifft, zu machen.

Die Schwedin schreibt: "Und drittens: Ich gründe mit meiner Familie eine Stiftung. Sie ist bereits registriert und vorhanden, aber noch nicht in Betrieb. Sie ist natürlich streng gemeinnützig..."

Die Stiftung sei notwendig, um "mit Geld (Lizenzgebühren, Spenden, Preisgeld usw.) auf völlig transparente Weise umzugehen", so Thunberg. Ziel der Stiftung sei es, die ökologische, klimatische und soziale Nachhaltigkeit sowie die psychische Gesundheit zu fördern.

Die Kernbotschaft von Greta Thunberg dürfte klar sein: Sie fängt gerade erst an!

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