Ausbildung von Russisch-Dolmetschern an der Uni Leipzig soll abgeschafft werden

Leipzig - Der Ausbildung von Russisch-Dolmetschern an der Uni Leipzig soll das Aus drohen. Weil Stellen gekürzt werden mussten, steht der Schwerpunkt am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie angeblich vor der Schließung.

Die Ausbildung von Russisch-Dolmetschern an der Uni Leipzig steht vor dem Aus.
Die Ausbildung von Russisch-Dolmetschern an der Uni Leipzig steht vor dem Aus.  © DPA

Das berichtete am Mittwoch die "Leipziger Volkszeitung".

Hintergrund der Schließung seien Sparbeschlüsse der vormaligen sächsischen Landesregierung. Dadurch habe Leipzigs Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) bereits eine Reihe von Sprachschwerpunkten verloren, wird Institutsleiter Oliver Czulo zitiert. "Eine weitere Schließung würden wir natürlich sehr bedauern." Derzeit werde mit Lehrkräften anderer Fachrichtungen nach Lösungen gesucht, die Lehre doch noch fortzusetzen.

In einer Online-Petition sollen künftige Russisch-Dolmetscher das Rektorat der Uni Leipzig bereits vor einer Schließung gewarnt haben. Diese sei ein "Rückschritt in der Völkerverständigung in Zeiten wirtschaftlichen Aufbruchs und einer außenpolitischen Situation, in der wir uns nicht mehr nur nach Westen orientieren können.“

Sogar in der russischen Presse werde das drohende Aus als "handfester Skandal" beschrieben, so die "LVZ".

Zwar müsse das IALT angeblich eine neue Struktur erhalten. Wie genau der Übergang dazu aussieht, sei jedoch Aufgabe der Universität Leipzig, habe Sachsens Wirtschaftsministerium erklärt.

Von der Uni selbst hieß es derweil, dass niemand beschlossen habe, den Schwerpunkt abzuschaffen. In den nächsten Monaten soll es weitere Gespräche geben, wie der Übergang gestaltet werden soll.

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