Russen-Graffiti am Zwinger wieder sichtbar

Heute befindet sich der denkmalgeschützte Schriftzug an dieser Stelle des Zwingers.
Heute befindet sich der denkmalgeschützte Schriftzug an dieser Stelle des Zwingers.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Dresden-Historie einmal anders: Am weltberühmten Zwinger ist das nicht minder bekannte (und einzig geduldete) Graffito wieder sichtbar. Der kyrillische Schriftzug „Keine Minen“!

„Wir haben seit Mitte September daran gearbeitet“, sagt Restauratorin Dana Krause (37). Versteckt hinter einer schmalen Einhausung an der Straßenseite des Glockenpavillons entfernte sie zunächst den Schmutz von der 1 mal 1 Meter großen Fläche.

Danach wurde der Sandstein mit Binden abgedeckt, um gefährliche Salze herauszuziehen. „Später habe ich Hohlräume im Inneren verfüllt und außen eine Masse zur Beseitigung kleiner Fehlstellen aufgebracht“, berichtet Frau Krause.

Damit der Schriftzug auch richtig zu sehen ist, retuschierte sie abschließend Buchstabe für Buchstabe mit einer Silikatkreide.

Auftraggeber war der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Dana Krause ist für die Dresdner Restauratorengesellschaft Christoph Hein tätig.

Wie kam es zu dem Schriftzug? „Museum geprüft. Keine Minen“ wurde 1945 von einem sowjetischen Soldaten namens Chanutin angebracht.

Restauratorin Dana Krause (37) ist seit Mitte September damit beschäftigt, das Graffito wieder sichtbar zu machen.
Restauratorin Dana Krause (37) ist seit Mitte September damit beschäftigt, das Graffito wieder sichtbar zu machen.

Fotos: Thomas Türpe


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