Mann ermordet fünf Frauen, die gerade aus der Kirche kommen

Der Mann eröffnete das Feuer, als die Frauen die Kirche verließen.
Der Mann eröffnete das Feuer, als die Frauen die Kirche verließen.

Kisljar - Ein junger Mann hat in der Unruheregion Dagestan in Südrussland fünf Menschen erschossen.

Die Todesopfer seien Frauen, zudem seien mindestens drei Menschen verletzt, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Machatschkala am Sonntag mit.

Der Mann soll auch auf zwei Polizisten geschossen haben. Vier Frauen waren sofort tot, eine weitere sei im Krankenhaus gestorben, hieß es. Tatort war eine Feier zum Winterende in Kisljar, einer Kleinstadt nahe dem Kaspischen Meer.

Ersten Erkenntnisse zufolge soll der 1995 geborene Täter das Feuer eröffnet haben, als die Bewohner gerade eine Kirche verließen. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei erschossen. Bei ihm wurden ein Jagdgewehr und ein Messer gefunden, wie die Agentur Tass unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle meldete. Das Motiv war zunächst nicht bekannt.

Im Nordkaukasus kommt es immer wieder zu Schießereien, die sich besonders gegen die Behörden richten. In der Region kämpfen kriminelle Banden sowie radikalislamische Gruppen gegen die Zentralregierung.

Update 22.15 Uhr:

Der Mann soll mit einem Jagdgewehr auch auf einen Polizisten und ein Mitglied der Nationalgarde geschossen haben. Vier Frauen waren sofort tot, eine weitere sei im Krankenhaus gestorben, hieß es. Tatort war eine Kirche in der Kleinstadt Kisljar mit rund 50.000 Einwohnern, die in der Nähe der Grenze zu Tschetschenien liegt.

In Sozialen Netzwerken bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat, ohne Belege dafür zu veröffentlichen. Der mutmaßliche Täter wurde am Tatort von der Polizei erschossen. Er hatte auch ein Messer bei sich, wie die Agentur Tass meldete. Sein Motiv war zunächst unbekannt. Das zentrale Ermittlungskomitee leite Untersuchungen wegen Mordes an mehreren Personen ein.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der 22 Jahre alte Täter das Feuer eröffnet haben, als die Menschen gerade die Kirche verließen. Es soll sich um einen Bewohner der Stadt handeln. Seine Ehefrau soll von den Ermittlern befragt worden sein, meldeten russische Agenturen.

Russische Medien spekulierten darüber, ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hatte. Die Zeitung "RBK" zitierte den Priester, der gehört haben will, wie der Angreifer «Allahu Akbar» rief. Nicht näher genannten Quellen zufolge soll der Mann Mitglied einer IS-Schläferzelle gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.


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