Terroranschlag auf der Krim? Explosion an Schule fordert mehrere Tote

Simferopol - Durch eine Explosion in einer Berufsschule auf der Halbinsel Krim sind laut russischer Medien mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden.

Bei der Explosion am Mittwoch hat es mindestens zehn Tote gegeben.
Bei der Explosion am Mittwoch hat es mindestens zehn Tote gegeben.  © Screenshot YouTube/Kerch.FM

Die Behörden schließen nach der Explosion einen Terroranschlag nicht aus. Dieser Verdacht werde geprüft, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Präsident Wladimir Putin sei informiert worden.

In ersten Berichten waren die örtlichen Behörden von einer Gasexplosion in der Stadt Kertsch ausgegangen.

Später sprach das Nationale Anti-Terror-Komitee Russlands (NAK) aber von der Explosion eines unbekannten Sprengsatzes. Der örtliche Gasversorger auf der Krim teilte mit, die Berufsschule habe keinen Gasanschluss.

Die genaue Anzahl der Opfer stand zunächst nicht fest.

"Nach vorläufigen Angaben sind 10 Menschen getötet worden, etwa 50 wurden verletzt", teilte die NAK-Pressestelle mit. Zunächst wurden 25 Verletzte in Krankenhäuser gebracht.

Kertsch liegt ganz im Osten der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland sich 2014 einverleibt hat. Von dort führen eine Fährverbindung und seit diesem Jahr auch eine Brücke auf das Festland.

Beim letzten großen Terroranschlag in Russland im April 2017 waren durch eine Explosion in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden (TAG24 berichtete).

Update 15.40 Uhr: Inzwischen musste die Zahl der Toten nach oben korrigiert werden. Bei dem Angriff auf eine Schule kamen mehr als 17 Menschen ums Leben. Die russischen Behörden gehen inzwischen von einem Terroranschlag aus und verstärken die Präsenz von Sicherheitskräften. Schuldirektorin Olga Grebennikova erzählte in einem Video-Interview, das vor der Explosion im Gebäude geschossen worden sei.

Titelfoto: Screenshot YouTube/Kerch.FM

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