Vater bei Hooligan-Schlacht Genick gebrochen

Eduard Samyshkin (30) starb bei einer Hooligan-Schlägerei.
Eduard Samyshkin (30) starb bei einer Hooligan-Schlägerei.

Moskau – Ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sorgt ein besonders schwerer Fall von Hooligan-Gewalt für Aufsehen.

Es war zu einem verabredeten Kampf um geklaute Fahnen und Banner zweier verfeindeter Hooligan-Gruppen der Zweitligisten vom FC Sibir Novosibirsk und FC Yenisey Krasnodar gekommen. Mit dabei war auch Eduard Samyshkin, der 30-jährige Vater eines Sohnes (5). Er war mir den Hools von Krasnodar unterwegs.

Was genau geschah, ist nicht bekannt. Fest steht, dass die beiden Gruppen aufeinander einprügelten und am Ende des Kampfes soll nur ein einziger Schläger von Krasnodar noch gestanden haben. Alle anderen seien zu Boden geprügelt worden, berichtet die Siberian Times.

Doch einer stand gar nicht wieder auf, sondern blieb leblos am Boden liegen. Es war Eduard, er hatte den Kampf nicht überlebt. Sein Schädel und sein Genick waren gebrochen, so die Siberian Times weiter unter Berufung auf Aussagen von beteiligten Hooligans.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht jetzt nach den Schlägern, die Eduard derart hart zugesetzt haben.

Der Vorfall kommt für Russlands Präsident Wladimir Putin zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Hatte er doch mit Blick auf die bevorstehenden WM immer wieder betont, dass man das Hooligan-Problem im Griff habe oder die Berichterstattung über russische Hools übertrieben sei.


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