Darum spricht Freiburgs Kult-Trainer Streich kein Hochdeutsch

Rust - Der Freiburger Bundesligatrainer Christian Streich (53) bleibt mit seiner Sprache bewusst heimatverbunden.

"So weiß man, wo ich herkomme und wo meine Heimat ist": Christian Streich.
"So weiß man, wo ich herkomme und wo meine Heimat ist": Christian Streich.  © DPA

Mit der von ihm gesprochenen Mundart könne er sich am besten verständlich machen, sagte der Trainer des Fußball-Erstligisten SC Freiburg im Europa-Park in Rust bei Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

"Wenn ich Standarddeutsch spreche würde, müsste ich ständig darüber nachdenken, wie ich nun genau formuliere. Und dann wäre ich die ganze Zeit auf die Sprache konzentriert", so Streich. Seine Heimatsprache ermögliche es ihm, sich auf den Inhalt zu besinnen.

"Es ist kein Mittel der Selbstvermarktung, sondern der praktischste und ehrlichste Weg, mich verständlich zu machen", sagte der 53-Jährige, der aus Eimeldingen südlich von Freiburg stammt: "So weiß man, wo ich herkomme und wo meine Heimat ist - und trotzdem versteht mich jeder." Auf Standarddeutsch umzuschwenken, wäre unglaubwürdig.

Streich erhielt im Europa-Park in Rust in der Nacht zum Donnerstag die "Goldene Narrenschelle" der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Er wurde mit dem undotierten Preis für seine launischen Spiel-Erläuterungen in badischer Mundart gewürdigt.

Fußballtrainer Christian Streich (links), Narrenzünfte-Präsident Roland Wehrle (Mitte) und Cem Özdemir (rechts) am Mittwochabend in Rust.
Fußballtrainer Christian Streich (links), Narrenzünfte-Präsident Roland Wehrle (Mitte) und Cem Özdemir (rechts) am Mittwochabend in Rust.  © DPA

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