Lebensgefährlich! Polizei jagt minderjährige S-Bahn-Surfer

Rostock - Am Samstag hat die Rostocker Polizei drei jugendliche S-Bahn-Surfer gestellt. Sie hatten die Beamten einen ganzen Abend lang in Atem gehalten.

Eine S-Bahn hält nahe Rostock an einer Station.
Eine S-Bahn hält nahe Rostock an einer Station.  © DPA

Der Zugführer einer S-Bahn hatte die Polizei am Samstag alarmiert, da er drei Personen entdeckt hatte, die außerhalb des Zuges vom Haltepunkt Evershagen nach Bramow mitgefahren waren.

Wie die Polizei mitteilte, konnten die Verdächtigen aber noch vor Eintreffen der Beamten fliehen. Die Einsatzkräfte kamen den minderjährigen S-Bahn-Surfern aber nach nächtlichen Randalen noch einmal auf die Spur: Denn die jungen Männer fielen zudem durch weitere gefährliche Aktionen an einer Haltestelle auf, an der sie etwa einen Mülleimereinsatz in den Gleisbereich warfen.

Auch nach diesem Vorfall konnten sie noch ein weiteres Mal vor der Polizei flüchten. Ein Zeuge entdeckte sie dann schließlich erneut an der Außenseite eines Zuges, der in Richtung des Hauptbahnhofes fuhr.

"Diesmal gelang es den Beamten, die Personen zu stellen, da man sich bereits auf den Haltepunkten positioniert hatte", heißt es in der Mitteilung der Polizei. Die Jugendlichen waren vermummt und hatten sich an den letzten Waggon einer S-Bahn geklammert.

Die Beamten liefen parallel zu ihnen und der einfahrenden Bahn bis zum Haltepunkt mit und stellten die jungen Männer, bevor diese noch einmal die Flucht ergreifen konnten.

Es handelte es sich um zwei 14-jährige und einen 15-jährigen Jungen. Bei ihnen wurden Atemalkoholwerte von 0,16 bis 0,4 Promille gemessen. Wie die Polizei weiter mitteilte, führten sie auch mehrere Action-Kameras und Flaschen mit hochprozentigem Alkohol mit sich.

Die Jugendlichen erklärten, das S-Bahn-Surfen im Internet gesehen zu haben. Sie wollten es danach selbst einmal ausprobieren.

In dem Zusammenhang warnt die Polizei noch einmal ausdrücklich vor den Gefahren des sogenannten S-Bahn-Surfens: Es handle sich mitnichten um einen bloßen "Dummejungenstreich", sondern um ein lebensgefährliches Unterfangen.

Erst vor wenigen Monaten war in Hamburg ein ebenfalls erst 14 Jahre alter U-Bahn-Surfer tödlich verunglückt. Vermutlich hatte er sich von Außen an einen Zug geklammert und dann den Halt verloren (TAG24 berichtete).

Die Jugendlichen hatten sich an einen fahrenden Zug geklammert. (Symbolbild)
Die Jugendlichen hatten sich an einen fahrenden Zug geklammert. (Symbolbild)  © DPA

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0