Großer Durchbruch im Milliarden-Poker um S4-Neubau erzielt

Kiel - Freie Fahrt für den S-Bahn-Neubau in der Metropolregion Hamburg?

So soll die neue S-Bahn-Station am Holstenhofweg aussehen. (Visualisierung)
So soll die neue S-Bahn-Station am Holstenhofweg aussehen. (Visualisierung)  © PR/Deutsche Bahn/VECTORVISION GbR

Bund und Länder haben sich laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auf eine Finanzierung für die S-Bahnstrecke S4 von Hamburg-Altona nach Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) geeinigt.

Der CDU-Politiker sprach am Dienstagabend beim Grünkohlessen der Unternehmensverbände in Kiel von einem "großen Durchbruch". Nähere Angaben machte er dazu nicht.

Am Freitag soll die Finanzierungsvereinbarung in Berlin unterzeichnet werden.

Der Anteil der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein werde noch einmal deutlich sinken, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Demnach beträgt der Anteil des Landes an den geschätzten Gesamtkosten von 1,847 Milliarden Euro nun 93,4 Millionen Euro; also 5,1 Prozent. "Das ist ein sensationell gutes Ergebnis."

Der Bau könne im kommenden Jahr starten, sagte Buchholz.

Baubeginn für kommendes Jahr geplant

Auch Am Pulverhof soll eine neue Station gebaut werden. (Visualisierung)
Auch Am Pulverhof soll eine neue Station gebaut werden. (Visualisierung)

Zuvor war von Kosten in Höhe von 118 Millionen Euro die Rede und von 236 Millionen Euro für Hamburg. Die genaue Summe für Hamburg war zunächst nicht bekannt.

Die S4 war vor einem Jahr im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf hochgestuft worden. Die S4 soll durchgehend von Hamburg-Altona bis Bad Oldesloe fahren.

Prognosen zufolge soll die S4 an Werktagen 97.100 Menschen befördern. Baubeginn ist frühestens für 2020 vorgesehen, die Fertigstellung soll 2027/2028 erfolgen.

Aber bereits 2025 ist eine Teilinbetriebnahme vom Hamburger Hauptbahnhof bis Rahlstedt vorgesehen. Fünf neue Stationen sollen entstehen.

Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe gilt bereits heute als eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um die Großstadt.

Titelfoto: PR/Deutsche Bahn/VECTORVISION GbR

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