Islam "schlimmer als die Pest": Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Politikerin

Laleh Hadjimohamadvali hat mit islamfeindlichen Äußerungen für Aufsehen gesorgt.
Laleh Hadjimohamadvali hat mit islamfeindlichen Äußerungen für Aufsehen gesorgt.

Saarbrücken - Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat ein Ermittlungsverfahren gegen die AfD-Bundestagskandidatin Laleh Hadjimohamadvali eingeleitet.

Sie soll bei einem Landesparteitag am 24. Juli in Völklingen-Geislautern islamfeindliche Bemerkungen gemacht haben.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Mittwoch, es bestehe der Anfangsverdacht einer Beschimpfung von Religionsgemeinschaften sowie von Volksverhetzung.

Bei der Veranstaltung soll die Politikerin den Islam als "schlimmer als die Pest" bezeichnet haben und sich darüber beschwert haben, dass Muslime mit jedem Tag mehr Macht in Deutschland bekämen und den Staat dadurch einnehmen würden, schreibt die Welt.

Zuerst hatte die Saarbrücker Zeitung über die Ermittlungen berichtet.

Die Kandidatin für die Bundestagswahl wollte sich zu den Beschuldigungen nicht äußern. Der saarländische Spitzenkandidat soll sich dagegen von den Äußerungen seiner Parteikollegin distanziert haben.

Die saarländische AfD-Fraktion kommt damit nicht zur Ruhe. Vor einigen Tagen wurde bereits Ermittlungen der Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegen Jeanette Ihme bekannt, bei denen geprüft werden muss, ob Volksverhetzung vorliegt. Sie hatte in einem Hass-Posting vorgeschlagen Flüchtlingsboote samt Inhalt im Meer zu versenken (TAG24 berichtete).

Hadjimohamadvali wurde im Iran geboren - und ist eigenen Angaben zufolge in den 80er Jahren ausgerechnet vor dem Islam nach Deutschland geflüchtet.


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