NPD-Politiker will arabische Hausnummern abschaffen

Otfried Best (60) griff bei einer Diskussionsrunde zu zweifelhaften Aussagen und sorgte so für Gelächter.
Otfried Best (60) griff bei einer Diskussionsrunde zu zweifelhaften Aussagen und sorgte so für Gelächter.

Saarbrücken - Mitten im Wahlkampf müssen die Politiker Rede und Antwort stehen. Otfried Best (60, NPD) hat dies im saarländischen Völklingen auf einer Podiumsdiskussion getan, sich dabei jedoch zum Gespött gemacht.

Während der Diskussionrunde kam auch ein Vertreter "Die Partei" zu Wort. Dieser stellte dem NPD-Mann eine kleine Falle, in die der Abgeordnete der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands sofort hineintrat.

"Herr Best, laut Baugesetzbuch, Paragraph 126, ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der durch die Gemeinde vorgegebene Nummer zu kennzeichnen. Jetzt ist mir erschreckend aufgefallen, dass in Völklingen viele Hausnummern mit arabischen Zahlen gekennzeichnet sind. Wie möchten Sie gegen die schleichende Überfremdung vorgehen?", lautete dem Stern zufolge das Statement des Satire-Partei-Mannes.

Vielleicht hatte Best gar nicht zugehört, war nur beim Wort Überfremdung hellhörig geworden. "Da warten sie mal ab, Herr Faust, bis ich Oberbürgermeister bin. Da werd ich das ändern. Da werden da mal normale Zahlen drankommen", sagte der NPD-Politiker und sorgte damit für heftiges Gelächter unter den Anwesenden.

Denn die Ziffern 1 bis 9, die in der Bundesrepublik Deutschland im Alltag und auch zur Hausnummern-Vergabe genutzt werden, sind eben arabische Zahlen, weil sie aus diesem Raum nach Europa gelangt sind und die vorher benutzten römischen Zahlen abgelöst haben.

Angeblich hat der 60-Jährige an diesem Tag auch durch andere zweifelhafte Aussagen wie "Völklingen muss sauber werden", "Ausländer müssen raus" und ähnliches auf sich aufmerksam gemacht. Ob er so eine Chance hat, wirklich OB zu werden?


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