Extrem gefährlich! Sachse Felix bestreitet härtestes Rennen der Welt

Felix Jarnovics (62) bestand als ältester Teilnehmer das knallharte, letzte  "Tough Guy"-Rennen in Telford bei Birmingham.
Felix Jarnovics (62) bestand als ältester Teilnehmer das knallharte, letzte "Tough Guy"-Rennen in Telford bei Birmingham.

Ottendorf-Okrilla/Birmingham - Schlammgräben, brennende Heuballen, eiskalte Bäche, 200 Meter lange Betonröhren - 20 Hindernisse müssen beim britischen "Tough Guy"-Rennen über 18 Kilometer bewältigt werden. Das schaffen nur harte Kerle - wie Autoschlosser Felix Jarnovics (62, "Auto-Felix") aus Ottendorf-Okrilla.

Knapp 11.000 durchtrainierte "Verrückte" stellten sich in diesem Jahr nahe Birmingham der Herausforderung. Jarnovics war der älteste Teilnehmer des zum letzten Mal veranstalteten Härtelaufs.

"Denn die Verletzungsgefahr ist extrem hoch", erklärt Jarnovics. "150 Krankenwagen und drei Hubschrauber waren im letzten Jahr im Einsatz. Und auch in diesem Jahr war das Rennen extrem brutal. Ich habe an der Strecke dauernd Rettungssanitäter im Einsatz gesehen."

Der Lauf wurde 1986 von Ex-Grenadier Billy Wilson ins Leben gerufen - er konzipierte Trainingscamps für britische Elitesoldaten. Wie durch ein Wunder überstand der Sachse mit der Startnummer 9011 unverletzt - nur mit einer Erkältung im Nachgang - die Strecke.

"Ich habe die Tortur überstanden, obwohl ich unterwegs mehrfach aufgeben wollte. Ich bin unter drei Stunden gelaufen, kam unter die ersten 2300 Läufer." Die Hälfte der Teilnehmer kam nicht ins Ziel.

Nichts bleibt den Läufern erspart: Sie müssen durch eiskalte Wasser- und 
Schlammgräben.
Nichts bleibt den Läufern erspart: Sie müssen durch eiskalte Wasser- und Schlammgräben.  © Corbis Sport/Getty Images/Leo Mason
Im Alltag repariert Felix Jarnovics (62) in seiner Ottendorfer Werkstatt "Auto-Felix" kaputte Fahrzeuge.
Im Alltag repariert Felix Jarnovics (62) in seiner Ottendorfer Werkstatt "Auto-Felix" kaputte Fahrzeuge.  © Holm Helis

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