Zu rechts? AfD-Bundestagsabgeordneter verlässt seine Partei

Berlin/Leipzig - Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Lars Herrmann (42) schmeißt hin - er ist aus seiner Partei und Fraktion ausgetreten. Und zwar aus Protest gegen deren Kurs.

Als Bundespolizist möchte Herrmann auch seinen Pflichten als Beamter gerecht werden.
Als Bundespolizist möchte Herrmann auch seinen Pflichten als Beamter gerecht werden.  © Steffen Füssel

Er werde aber fraktionsloser Abgeordneter bleiben. Zur Begründung gab der gebürtige Leisniger an, er sei wegen Kritik am thüringischen AfD-Vorsitzenden und "Flügel"-Chef Björn Höcke aus der Landesgruppe Sachsen im Bundestag ausgeschlossen worden, ohne angehört worden zu sein.

Zudem sei der sächsische Landesverband und sein Kreisverband Leipzig-Land mit Vertretern des ultrarechten "Flügels" besetzt. Offenbar hat Bundespolizist Herrmann auch Angst um seinen Job: Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU), Verfassungsschutz und BKA den "Flügel" nun als rechtsextremistisch einstuften.

Herrmann: "Als Beamter habe ich auch Pflichten. Diesen werde ich gerecht."

Seit der Bundestagswahl 2017 ist Herrmann im Amt.
Seit der Bundestagswahl 2017 ist Herrmann im Amt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

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