Schweinepest kommt näher! Sachsen schottet sich gegen Tierseuche ab

Bautzen - Schweine-Abwehr mit Elektrozäunen und Duftstoffen. Noch bis zum heutigen Donnerstag wird im Freistaat der Tierseuchen-Ernstfall geprobt. Denn die gefürchtete Afrikanische Schweinepest (ASP) ist nicht mehr weit entfernt.

Hier übt Hans Klaue (54) vom Veterinäramt Bautzen das Aufstellen eines Elektro-Wildabwehrzaunes.
Hier übt Hans Klaue (54) vom Veterinäramt Bautzen das Aufstellen eines Elektro-Wildabwehrzaunes.  © Thomas Türpe

In Schirgiswalde-Kirschau (bei Bautzen) wurden sogenannte Wildabwehrzäune aufgestellt. Die sollen per Elektrodraht verhindern, dass Wildschweine zu nah an die heimischen Tiere herankommen.

Immerhin gibt es in Sachsen rund 650.000 Hausschweine. Würden sich diese infizieren, gäbe es Totalausfälle.

Und die Pest ist leider auf dem Vormarsch. Jüngst wurde sie 40 Kilometer hinter der polnischen Grenze nachgewiesen. Es ist eine Frage der Zeit, dass die ASP den Freistaat heimsucht. Deshalb wird geübt: tote Tiere aufspüren, Kadaversammelstellen einrichten, Sicherheitszonen aufbauen.

Doch nicht nur Elektrozäune sollen die wilden Schweine abhalten. Auch ein davor platzierter Duftstoff. Der riecht für feine Schweine-Rüssel angeblich so unangenehm, dass die Tiere lieber wieder abdrehen. Hoffentlich!

Tierarzt Norbert Bialek (51) trägt die müffelnde Duftkomponente auf. Sie soll Wildschweine abhalten.
Tierarzt Norbert Bialek (51) trägt die müffelnde Duftkomponente auf. Sie soll Wildschweine abhalten.  © Thomas Türpe
Für alle Fälle gerüstet: In Schirgiswalde-Kirschau wurde zur Probe ein Kadaversammelplatz eingerichtet.
Für alle Fälle gerüstet: In Schirgiswalde-Kirschau wurde zur Probe ein Kadaversammelplatz eingerichtet.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0