Derby-Vandalismus stürzt Bahnverkehr ins Chaos

Die Bundespolizei vermutet, dass der Brand der technischen Anlage in Zusammenhang mit dem Sachsen-Anhalt-Derby steht. (Symbolbild)
Die Bundespolizei vermutet, dass der Brand der technischen Anlage in Zusammenhang mit dem Sachsen-Anhalt-Derby steht. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig/Magdeburg - Der Vandalismus am Rande des Sachsen-Anhalt-Derbys hat offenbar für Chaos im Bahnverkehr gesorgt. Die Auswirkungen waren bis nach Leipzig spürbar.

Vor dem Drittliga-Derby des 1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC legten Unbekannte einen Brand an einer technischen Anlage bei Raguhn-Jeßnitz im Kreis Anhalt-Bitterfeld.

Durch die Hitze seien Kabel beschädigt worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Samstag. Züge mit Fußballfans auf der Strecke von Bitterfeld-Wolfen nach Magdeburg stauten sich.

Die Auswirkungen waren auch in Leipzig und Halle zu spüren. Umleitungen wurden eingerichtet. Der Brand wurde kurz vor 11.00 Uhr bekannt.

Wie ein Sprecher der Bahn gegen 17.11 Uhr mitteilte, läuft der Bahnverkehr auf der Strecke Magdeburg-Dessau-Leipzig wieder. Vor allem im Regionalverkehr könne es aber noch zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten und sogar Teilausfällen kommen.

Vermutlich steht der Brand mit dem Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC in der Dritten Liga in Zusammenhang, hieß es. Die Ermittlung stehen nach Polizeiangaben jedoch noch am Anfang.

Das Spiel sorgte im Vorfeld für Bedenken. Vor mehr als einem Jahr stürzte ein Magdeburger Fan aus einem Zug, in dem auch HFC-Fans waren, und starb. Seitdem ist die Stimmung aufgeheizt. Am Vormittag warf unter anderem ein Fußballfan am Hauptbahnhof Magdeburg mit einem Böller. Er wurde vorübergehend festgenommen.

Ansonsten blieb die Lage zunächst ruhig.

Titelfoto: DPA


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