Zecken-Alarm in Sachsen-Anhalt! Viele Borreliose-Fälle befürchtet

Dessau-Roßlau - In Sachsen-Anhalt zeichnet sich für dieses Jahr eine ähnlich hohe Zahl von Borreliose-Fällen durch Zeckenbisse ab wie 2017.

Eine mit Blut vollgesaugte Zecke auf menschlicher Haut: Auch 2018 wird es wieder viele Borreliose-Fälle durch Zeckenbisse geben.
Eine mit Blut vollgesaugte Zecke auf menschlicher Haut: Auch 2018 wird es wieder viele Borreliose-Fälle durch Zeckenbisse geben.  © DPA

Seit Jahresbeginn bis Ende Oktober wurden 473 Borreliose-Erkrankungen erfasst, wie das Landesamt für Verbraucherschutz mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 493 Fälle. Das entsprach einer deutlichen Zunahme im Vergleich zu den Jahren zuvor. Registriert würden in Sachsen-Anhalt nur laborbestätigte Fälle, tatsächlich sei von einer höheren Dunkelziffer auszugehen.

Aus den Landkreisen und kreisfreien Städten wurden stark unterschiedliche Zahlen gemeldet. 118 Borreliose-Fälle und damit die meisten wurden seit Jahresbeginn 2018 im Landkreis Börde registriert, gefolgt vom Salzlandkreis mit 104 und der Stadt Magdeburg mit 56 Fällen. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld schlugen nur 3 Erkrankungen zu Buche, im Burgenlandkreis 4, in der Stadt Dessau-Roßlau waren es 10, in Halle 29.

Der trockene und heiße Sommer 2018 kam den Zecken prinzipiell nicht unbedingt zupass. Den Experten vom Landesamt zufolge brauchen Zecken in Mitteleuropa nämlich dauerhaft eine relative Luftfeuchte von mindestens 80 Prozent. Spätestens bei zweistelligen Höchsttemperaturen werden die ersten Zecken aktiv.

Bei ausreichend Regen werden sie hochaktiv. Trockene Phasen sorgen dafür, dass sich die Zecken zeitweise zurückziehen und erst im kühleren, feuchten Spätsommer oder Herbst wieder aktiver werden. Diese Aktivitätsphasen seien vom Wetter abhängig und nicht vorhersagbar.

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