Nullnummer gegen Ingolstadt: Aue tritt auf der Stelle

Dennis Kempe musste wegen einer Kopfverletzung behandelt werden.
Dennis Kempe musste wegen einer Kopfverletzung behandelt werden.  © Picture Point/S. Sonntag

Aue - Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen im Abstiegskampf! Vor 6850 Zuschauern hat sich Erzgebirge Aue im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt ein torloses 0:0 und damit wenigstens einen Punkt gesichert.

Hannes Drews änderte die Startelf auf drei Positionen: Nicolai Rapp (Mittelfußbruch), John Patrick Strauß und Mario Kvesic gingen raus, Fabian Kalig, Calogero Rizzuto und Dimitrij Nazarov kamen dafür neu ins Team.

Ingolstadt bestimmte vom Start weg die Musik, rieb, die erste Chance ging aber auf das Konto, oder eher den Kopf, von FCE-Verteidiger Fabian Kalig. Nach Freistoßeingabe von Christian Tiffert kam der mit aufgerückte Kalig ziemlich frei an den Ball.

FCI-Keeper Örjan Nyland musste sich ganz lang machen, um den Ball aus dem Eck zu kratzen (8.).

Marcel Gaus (l., Ingolstadt) und Cebio Soukou (Aue).
Marcel Gaus (l., Ingolstadt) und Cebio Soukou (Aue).  © Picture Point/S. Sonntag

Die Gäste machten das Spiel, fanden jedoch kein Rezept, um hinter die Abwehrreihe zu gelangen. Nur einmal wurde es für Veilchen richtig brenzlig und zwar als Maximilian Thalhammer am Sechzehner ziemlich frei zum Schuss kam (43.).

Doch der unerschrockene Dominik Wydra schmiss sich noch dazwischen und lenkte das Leder mit seinem Eisenschädel knapp neben das eigene Tor.

Apropos Eisenschädel: den besitzt auch Dennis Kempe, der nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit Ingolstadts Thomas Pledl ab der 30. Spielminute mit Kopfverband weiterspielte.

Aue agierte derweil abwartend. Die Drews-Elf stand teilweise mit allen Mann hinter dem Ball und versuchte es dann im Umschaltspiel über die pfeilschnellen Flügelspieler Cebio Soukou und Pascal Köpke gefährlich zu machen.

Nur kam dabei wenig herum, weil man im entscheidenden der Pass nicht kam und die Zweikämpfe zu körperlos angegangen wurden. Das war viel Abstiegskrampf, statt -kampf.

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht viel. Nur drückte Ingolstadt jetzt noch stärker auf das erste Tor. Jubilar Martin Männel hatte sich für sein 200. Zweitligaspiel aber fest vorgenommen, den eigenen Kasten sauber zu halten. Im Eins gegen Eins mit Dario Lezcano (55.) und beim Abschluss von Alfredo Morales (57.) blieb der Keeper stets Sieger.

Auch während der Ingolstädter Schlussoffensive behielt Männel die Nerven und hielt gegen Sonny Kittel (81.) einen Punkt fest, der am Saisonende noch ganz wichtig sein könnte.


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