Er hat sogar eine Dauerkarte: Ösi fährt für jedes Spiel 555 Kilometer nach Aue

Bad Leonfelden - Sachen gibt's, die gibt's gar nicht. Anton Eisenbauer (61) wohnt in Kemmelbach in Niederösterreich - und ist seit sieben Jahren eingefleischter Aue-Fan. Jetzt hat er sich sogar eine Dauerkarte gekauft. "Ich fahre die 555 Kilometer nach Aue jedes Mal gerne", grinst der Ösi.

Der Österreicher Anton Eisenbauer ist seit sieben Jahren eingefleischter Fan des FC Erzgebirge Aue, besucht regelmäßig die Spiele der "Veilchen" - auch auswärts.
Der Österreicher Anton Eisenbauer ist seit sieben Jahren eingefleischter Fan des FC Erzgebirge Aue, besucht regelmäßig die Spiele der "Veilchen" - auch auswärts.  © Thomas Nahrendorf

Wie kommt ein Österreicher dazu, Aue-Fan zu sein? "Ganz einfach", sagt Eisenbauer: "Meine Vorfahren stammen aus der Steiermark, da wurde Eisenerz abgebaut, gab es Bergbau wie im Erzgebirge. 2011 habe ich dann mal von Aue gehört und bin seither Fan, fahre oft zu den Heimspielen und bin auch auswärts dabei. Am liebsten auf St. Pauli", lacht er. Das sind 1100 km Hinfahrt für ein FCE-Spiel - Hut ab!

"Früher", sagt Anton, "hat mich unser kleines Dorf belächelt. Bei mir im Garten hängen einige FCE-Fahnen. Mein Auto ist silber, auf dem Kofferraum ist ein großes Wismut-Emblem. Jetzt aber fiebert der ganze Ort mit Aue mit, ich habe sie alle angesteckt." Auch Eisenbauers drei Söhne - alle FCE-Fans.

Einen Lieblingsspieler hat Anton auch, natürlich den Österreicher Dominik Wydra. "Ein Rapidler, der viel mehr drauf hat, als er zeigt. Aber ein Junge mit Herz."

Eisenbauer hat Wydra im Oktober 2017 auf St. Pauli getroffen. "Wydi" war begeistert, versprach sein Trikot. "Gegen Darmstadt im Schneesturm war ich da. Dominik hat mich gesehen und Wort gehalten. Das Trikot habe ich jetzt", freut sich Eisenbauer.

Weitere sollen dazukommen. Zum ersten Heimspiel gegen Magdeburg ist Anton wieder da. Und er hat Glück, dass Aue nicht daheim startet. Am 4. August heiratet sein ältestes Sohn. "Das wäre zu einem Interessenskonflikt gekommen", lacht er laut, der Auer Ösi.