Unwetter toben am 1. Hochwasser-Schutztag in Sachsen

Bad Schandau - Sachsen will angesichts jüngster Millionenschäden durch Unwetter künftig offensiver über private Schutzmöglichkeiten vor Überflutungen informieren.

Erst vor zwei Wochen hinterließen Unwetter im Vogtland 40,5 Millionen Euro Schaden: Marco Ott führte gestern in Bad Schandau eine mobile Alu-Schutzwand vor.
Erst vor zwei Wochen hinterließen Unwetter im Vogtland 40,5 Millionen Euro Schaden: Marco Ott führte gestern in Bad Schandau eine mobile Alu-Schutzwand vor.  © Marko Förster

"Da können wir noch einiges machen", sagte Umweltminister Thomas Schmidt (57) am Samstag beim ersten Hochwasserschutztag in Bad Schandau. Der Freistaat will Bürger durch Vorsorge stärker in den Hochwasserschutz einbeziehen.

Dafür wird in Leipzig ein "Kompetenzzentrum für den privaten Hochwasserschutz" aufgebaut.

Während die Politiker tagten, wurden Teile des Oberen Vogtlandes und Erzgebirges von schweren Unwettern mit bis zu 70 Litern Regen pro Quadratmeter getroffen. Feuerwehren mussten vollgelaufene Keller leer pumpen.

Der von den Feldern gespülte Schlamm setzte sich in Häusern fest. Im erzgebirgischen Gehringswalde (Wolkenstein) lief der Tiefe Graben über. Das Treibgut verstopfte die Durchflüsse unter Brücken, sodass das Wasser Grundstücke überspülte (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Marko Förster


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0