Nach Horror-Sturz im Training: Wie geht es Kristina Vogel?

Chemnitz/ Berlin - Der Zustand von Doppel-Olympiasiegerin Kristina Vogel "ist stabil". Die Not-Operation in Berlin nach dem schweren Trainingsunfall in Cottbus sei gut verlaufen, teilte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Mittwoch mit.

Kristina Vogel musste nach einem schweren Sturz im Training not-operiert werden, ihr Zustand sei stabil.
Kristina Vogel musste nach einem schweren Sturz im Training not-operiert werden, ihr Zustand sei stabil.  © DPA

Ihr Manager Jörg Werner sagte mit Blick auf den Gesundheitszustand: "Im Moment ist tätsächlich nicht zu sagen, wo die Reise hingeht."

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, bat um Mitgefühl für die Athletin: "Lassen Sie uns Kristina bitte gedanklich in unsere Runde aufnehmen und für sie beten. Sie braucht das."

Wie ein Sprecher des Berliner Unfallkrankenhauses in Berlin-Marzahn sagte, wurde Vogel mehrere Stunden lang operiert und lag weiter auf der Intensivstation. Zum Gesundheitszustand der schwer an der Wirbelsäule verletzten Chemnitzerin konnte er aber keine Angaben machen. Neben der akuten Schädigung der Wirbelsäule sind Brüche des Schlüsselbeins und mehrerer Knochen Grund für die Sorgen der Sportkameraden.

Am Dienstag hatte Vogel zusammen mit der vierfachen Junioren-Weltmeisterin Pauline Grabosch für einen Teamsprint in Cottbus trainiert. Als Grabosch von der Betonpiste fuhr, beschleunigte Vogel und war dann mit einem Tempo von fast 60 Stundenkilometern mit einem niederländischen Junioren-Fahrer kollidiert. Schon unmittelbar nach dem Crash der prominentesten deutschen Bahnradsportlerin hatte Bundestrainer Detlef Uibel mit sorgenvoller Miene gesagt: "Wir machen uns große Sorgen um Kristina. Es sieht sehr schlimm aus." (TAG24 berichtete)

Nach ihrem Olympia-Erfolg von London 2012 hatte Vogel auch vier Jahre später sportlich für viel Aussehen gesorgt, als im Finale des olympischen Sprint-Rennes von Rio de Janeiro ihr Rad-Sattel brach und sie dennoch als Erste die Ziellinie überfuhr.

Betroffen reagierte auch ihr Team Erdgas.2012 in Chemnitz, für das die elffache Weltmeisterin seit 2013 fährt. "Unsere Gedanken sind jetzt aber vor allem bei Kristina und ihren Angehörigen. Kristina ist mit zwei Olympiasiegen und elf Weltmeister-Titeln eine herausragende Sportler-Persönlichkeit, die neben ihrer ansteckenden Fröhlichkeit vor allem immer ihr großes Kämpferherz ausgezeichnet hat. Diese Kämpfernatur wird sie auf dem vor ihr liegenden Weg mehr denn je gebrauchen."

Update, 12.30 Uhr:

Wie Bundestrainer Detlef Uibel am Donnerstag mitteilt, ist der Zustand von Kristina Vogel weiter stabil sei. "Sie hat aber eine sehr schwere Rückenverletzung. Wir sind mit Gedanken bei ihr! .... gib niemals auf!!!. Leider kann ich die vielen Fragen nicht beantworten! Wir müssen auch die Interessen der Familie schützen", schrieb er weiter.

Die Devise im Berliner Unfall-Krankenhaus Marzahn, in dem die 28-Jährige betreut wird, und beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) lautete am Donnerstag: Unbedingte Ruhe für die verletzte Sportlerin. Mit einem medizinischen Update ist eher nicht zu rechnen. "Es gibt nichts Neues", sagte Vogel-Manager Jörg Werner.

Titelfoto: DPA


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