"Blaue Partei" löst sich auf: Darum schmeißt Frauke Petry hin

Dresden - Das war's! Die einst mächtige AfD-Chefin Frauke Petry (44) hört auf! Ihre "Blaue Partei", die sie nach ihrem AfD-Austritt einen Tag nach der Bundestagswahl 2017 gründete, wird zum Jahresende 2019 aufgelöst.

Frauke Petry will sich aus der "aktiven Politik" zurückziehen.
Frauke Petry will sich aus der "aktiven Politik" zurückziehen.  © dpa/Sebastian Kahnert

Das habe ein Mitgliederparteitag in Döben bei Grimma beschlossen, wie die Partei mitteilte.

Die "Blaue Partei" hatte in der Parteienlandschaft nie Fuß fassen können, holte bei der Landtagswahl in Sachsen nur 0,4 Prozent. In Thüringen waren es jüngst gar nur 0,1 Prozent – dort hatte sich die Partei aus finanziellen Gründen aus dem Wahlkampf zurückziehen müssen.

Jetzt die Notbremse! Petry: "Unser freiheitlich-konservatives Politikangebot ist sowohl in Sachsen als auch in Thüringen vom Wähler klar abgelehnt worden. Es ist daher konsequent, wenn auch schmerzlich, unser Projekt an dieser Stelle zu beenden. Für mich persönlich ergibt sich daraus mittelfristig der Abschied aus der aktiven Politik."

Sie hoffe und wünsche sich, dass zukünftig andere Persönlichkeiten ein Politikangebot schaffen würden, "das die klare Abgrenzung nicht nur zu linken, sondern auch zu rechten Sozialisten findet".

Nur wenige Getreue waren Petry von der AfD zu den "Blauen" gefolgt.

Petry, mittlerweile sechsfache Mutter, ist derzeit noch fraktionslos, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Sächsische Schweiz. Gewählt worden war sie noch als AfD-Kandidatin. Die Legislaturperiode läuft regulär bis 2021.

Die Vorsitzende der "Blauen Partei" bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dresden Ende Juli.
Die Vorsitzende der "Blauen Partei" bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dresden Ende Juli.  © DPA/Robert Michael

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