Wenn sie diese Grenze überschreiten, herrscht für Sachsens Wölfe Lebensgefahr

Die neue Verordnung gibt auffällige und aggressive Tiere zum Abschuss frei.
Die neue Verordnung gibt auffällige und aggressive Tiere zum Abschuss frei.

Dresden/Potsdam - Augen auf beim Grenzübertritt: Jetzt geht es Sachsens Wölfen an den Kragen - wenn sie nach Brandenburg pendeln.

Denn das Bundesland hat eine Wolfsverordnung erarbeitet, die als erste Satzung dieser Art den Abschuss erlaubt.

Zunächst ermöglicht das Papier im Gegensatz zum Bundesnaturschutzgesetz das Verscheuchen. "Zulässig sind auch Steinwürfe, Stockschläge oder Ähnliches. ... Schwer verletzte Wölfe dürfen von einem Tierarzt getötet werden", heißt es im Entwurf.

Auch Polizisten dürfen schießen. "Auffälligen Wölfen darf nachgestellt werden; es ist erlaubt, sie zu vergrämen." Dafür sind auch Gummigeschosse zugelassen. Vor allem darf den Problemwölfen nachgestellt werden, um sie zu töten! Sind sie gar aggressiv, darf jetzt sofort geschossen werden. Wölfe dürfen zudem betäubt und in Fallen gefangen werden.

Die Verordnung soll noch 2017 in Kraft treten. Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger (53, SPD) verlangte in dem Zusammenhang ein bundeseinheitliches Wolfsmanagement.

Brandenburg hat nach eigenen Angaben das größte Wolfsvorkommen. Da aber gerade in der Lausitz die Grenzen fließend sind, wechselt es sich bei dem "Rekord" mit Sachsen ab.


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