Nach Messerattacke in Chemnitz: Zeugen sollen Polizei über Online-Portal helfen

Chemnitz/Dresden - Nach der tödlichen Messerattacke und den nachfolgenden Ausschreitungen in Chemnitz haben das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und die Polizei Chemnitz eine gemeinsame Ermittlungsgruppe namens "C-entrum" gebildet.

Polizei-Kräfte eilten zur ersten Demo am Sonntag herbei, um die Ausschreitungen unter Kontrolle zu bringen.
Polizei-Kräfte eilten zur ersten Demo am Sonntag herbei, um die Ausschreitungen unter Kontrolle zu bringen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Das "C" steht für Chemnitz, der Name insgesamt für die Tatorte. Zudem wurden eine Telefonhotline und ein Online-Portal eingerichtet, auf dem Videos und Bilder hochgeladen werden können, wie das LKA am Mittwoch mitteilte.

Man arbeite "weiterhin mit Hochdruck" an der Aufklärung der Vorfälle, hieß es. Es gehe darum, alle Straftäter schnell zu überführen. Zuvor wurde die Polizei kritisiert.

Der Sitz der neu gegründeten Ermittlungsgruppe ist in Chemnitz. Sie soll je nach Anlass durch andere Dienststellen unterstützt werden.

Die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise und Unterstützung bei Aufklärung der Straftaten.

Wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Mittwoch mitteilte, ist im Fall der tödlichen Messerattacke einer der beiden Tatverdächtigen mehrfach vorbestraft. Der Mann stehe unter Bewährung, hieß es.

Zum Tatmotiv könne man derzeit jedoch keine Auskünfte geben. Tatsache sei, dass das Opfer im früheren Karl-Marx-Stadt geboren wurde und deutscher Staatsbürger sei.

Im Netz kursieren derweil Spekulationen zum Tatmotiv. Sächsische Politiker hatten in den vergangenen Tagen immer wieder vor einer Gerüchteküche und gezielten Fehlinformationen gewarnt.

Titelfoto: Andreas Seidel/dpa-Zentralbild/dpa


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