CFC-Sobotzik wehrt sich: "Ich stehe für Respekt!"

Chemnitz – Werden die Wogen beim Chemnitzer FC rechtzeitig vor dem Saisonstart gegen Union Fürstenwalde am Sonnabend geglättet oder flammt der Konflikt zwischen Insolvenzverwalter Klaus Siemon und Finanz-/Sportvorstand Thomas Sobotzik auf der einen und den Vereinsgremien sowie den Fans auf der anderen Seite noch einmal richtig auf?

Greift CFC-Sportvorstand Thomas Sobotzik am Sonnabend zum Punktspielauftakt wieder zum Mikrofon und versucht die Fanszene auf seine Seite zu ziehen?
Greift CFC-Sportvorstand Thomas Sobotzik am Sonnabend zum Punktspielauftakt wieder zum Mikrofon und versucht die Fanszene auf seine Seite zu ziehen?  © Imago

Diese Grabenkämpfe! Insolvenzverwalter Siemon hat sich über das ihm zustehende Recht gestellt, indem er Präsident Andreas Georgi und Aufsichtsratschef Uwe Bauch suspendierte sowie gegen die beiden ein Haus- und Stadionverbot erteilte (TAG24 berichtete).

Als Georgi letzte Woche auch der Zugang zum Fanclubabend verweigert wurde, reagierte die Fanszene mit Boykott und warf CFC-Vorstand Sobotzik vor, Unwahrheiten zu verbreiten. Der 43-Jährige wiederum sprach im Nachgang von "Feigheit und Respektlosigkeit".

In einer E-Mail an den CFC-Fanszene e.V. konkretisierte er seine Vorwürfe: "Ich bin so erzogen worden, dass ich allen Menschen mit Respekt und Aufrichtigkeit begegne, denn dies ist die Grundlage für ein menschliches Miteinander. Diese Basis haben sie verlassen, indem sie mich der Lüge bezichtigten."

Einen vorliegenden Katalog mit elf Fragen u.a. zur Suspendierung Georgis ließ Sobotzik dagegen unbeantwortet und übte stattdessen direkte Kritik am Saal-Boykott von letztem Mittwoch: "Ich habe mir in der vergangenen Woche für alle Fans Zeit genommen und mich darauf vorbereitet, allen ausführlich Rede und Antwort zu stehen. Speziell sie haben es vorgezogen den Raum zu verlassen und auf die Informationen keinen Wert gelegt."

Fanszene-Sprecher Philipp Uhlig bedauert den Tenor des Sobotzik-Schreibens: "Gerne hätten wir uns mehr Transparenz und Offenheit gewünscht. Unabhängig davon stehen wir weiterhin als sachlicher Gesprächspartner bereit."

Ob es dazu kommt ist fraglich, denn der Sportchef sitzt quasi zwischen den Stühlen. Siemon hat den ehemaligen Bundesligaprofi installiert und der ergreift nun einseitig Partei für den Insolvenzverwalter, obwohl er als Vorstandsmitglied dem CFC verpflichtet ist.


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