Wut beim Gassi gehen: Diese Wiese wuchert immer mehr zu

Chemnitz - Bis die Halme sich biegen: Der kleine Mischlingshund von Wolfgang Lorenz (63) kann die Hundewiese Gablenz vor lauter Gras nicht sehen. "Das Grün sprießt mittlerweile anderthalb Meter hoch", so der 63-Jährige.

Susanne Schaper (40, Linke) mit ihrer Lotte (8). Die Politikerin kämpft seit Jahren für mehr Hundewiesen.
Susanne Schaper (40, Linke) mit ihrer Lotte (8). Die Politikerin kämpft seit Jahren für mehr Hundewiesen.  © Maik Börner

20 Hundewiesen gibt es in Chemnitz. Deren Zustand lässt oft zu wünschen übrig. "Nach dem Winter wurde ein Mal gemäht. Seitdem nicht wieder", sagt Wolfgang Lorenz. Ende Mai wandte er sich an die Stadtverwaltung. Die sagt: "Drei Mal im Jahr werden die Hundewiesen gemäht." Eine Sprecherin zur Wiese an der Carl-von-Ossietzky-Straße in Gablenz: "Die beauftragte Firma liegt damit rund fünf Wochen in Verzug, bemüht sich aber intensiv um Aufarbeitung."

"Ich führe meinen 13 Jahre alten Hund jetzt auf anderen Wiesen aus, auch wenn ich Ärger mit dem Ordnungsamt kriege", sagt Wolfgang Lorenz. Er ist mit seiner Kritik nicht allein.

Auch Linken-Stadträtin Susanne Schaper (40) kritisiert das Rathaus: "Die Gefahr von Zecken ist durch ungepflegte Hundewiesen größer", so die Hundehalterin. "Kackhaufen findet man nicht im hohen Gras. Kleine Hunde verschwinden und es sieht ungepflegt aus. Alle Jahre wieder. Das nervt!"

Wolfgang Lorenz (63) kann mit seinem kleinen Mischling Wuschel (13) nicht mehr auf die Hundewiese in Gablenz, da das Gras über einen Meter hoch ist.
Wolfgang Lorenz (63) kann mit seinem kleinen Mischling Wuschel (13) nicht mehr auf die Hundewiese in Gablenz, da das Gras über einen Meter hoch ist.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg