Chemnitz jagt den Reifenstecher: Wer erkennt ihn und kann Hinweise liefern?

Chemnitz - Der Chemnitzer Reifenstecher ließ an 530 Autos die Luft ab. Jetzt wird die Luft für den Täter selbst knapp: Die Polizei fahndet seit Donnerstag mit Bildern und Videos aus Überwachungskameras nach dem Messer-Phantom.

Mit diesem Foto fahndete die Polizei Chemnitz nach dem Reifenstecher.
Mit diesem Foto fahndete die Polizei Chemnitz nach dem Reifenstecher.

Zuvor hatten die Fahnder dem Täter ein Ultimatum gesetzt: Wenn er sich bis zum 3. Mai, 0 Uhr, selbst stellt, bleibt er anonym. Er ließ die Frist verstreichen, Punkt 0.01 Uhr stellte die Polizei die Fotos auf ihre Internetseite.

Die Bilder zeigen einen offenbar jungen Mann mit Mütze und Kapuze. In der Hand hält er ein rund 30 Zentimeter langes Stichwerkzeug. Damit geht er zu zwei geparkten VW und Renault, sticht lässig je zwei Reifen ab.

Ein eiskalter Typ: Der Täter lässt sich nicht einmal von Passanten in der Nähe oder einem vorbeifahrenden Bus stören.

Tatort war an einem Abend im Februar eine Haltebucht vor dem Chemnitz-Center. Den betroffenen VW fuhr der Ehemann einer Mitarbeiterin des Ladens "Die Nudelmacher". Die Mitarbeiterin (38) sagt: "Mein Mann bemerkte den Schaden erst nicht, fuhr noch 15 Kilometer mit kaputten Reifen über die Autobahn. Hoffentlich erwischen sie den Täter!"

Center-Manager Thomas Stoyke (36) hatte die Überwachungsbilder der Polizei übergeben. Er bedauert die Sachbeschädigungen vor seiner Tür: "Besonders, da es Mitarbeiter unseres Centers getroffen hat."

Die Polizei setzte 5 000 Euro Belohnung für Hinweise aus. Kripo-Telefon: 0371/3 87-34 48.

An der Busspur vor dem Chemnitz-Center stach der Täter mehrfach zu.
An der Busspur vor dem Chemnitz-Center stach der Täter mehrfach zu.  © Sven Gleisberg
530 Autos legte der Reifenstecher tiefer. Hier ein Fall aus der Annenstraße.
530 Autos legte der Reifenstecher tiefer. Hier ein Fall aus der Annenstraße.  © Haertelpress

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