Endlich raus aus Hartz IV: Junge Mutter kann nun doch Altenpflegerin werden

Chemnitz - Neue Hoffnung für Melanie Tröger (27): Die Alleinerziehende wollte weg vom Arbeitslosengeld und eine Ausbildung zur Altenpflegerin machen. Doch das Jobcenter verweigerte ihr die Förderung.

Geschäftsführerin des Jobcenters Chemnitz Katrin Heinze (55) stieß beim Zeitunglesen auf Melanie Trögers Fall und handelte.
Geschäftsführerin des Jobcenters Chemnitz Katrin Heinze (55) stieß beim Zeitunglesen auf Melanie Trögers Fall und handelte.  © Sven Gleisberg

Nachdem TAG24 über den Fall berichtete, nahm sich die Chemnitzer Jobcenter-Chefin Katrin Heinze (55) den Fall persönlich vor. Mit Erfolg!

Die gelernte Einzelhandelskauffrau arbeitet derzeit als Helferin in der ambulanten Altenpflege, bekommt zusätzlich Hartz IV. Eine Förderung für ihren Traumberuf Altenpflegerin bekam sie nicht bewilligt.

Dann erschien der TAG24-Artikel. Katrin Heinze erklärt: "Ich bin auf den Artikel gestoßen, habe recherchiert. Es gab offenbar Missverständnisse in der Kommunikation." In der Pflege herrsche Notstand, Melanie Tröger sei durchaus für eine Förderung geeignet. Katrin Heinze machte den Fall zur Chefsache und überreichte Melanie Tröger am Mittwoch die Förderungszusage.

"Ich bin so erleichtert", freut sich die zukünftige Altenpflegerin. Viele Menschen meldeten sich bei der jungen Frau, redeten ihr gut zu und wünschten ihr Glück. "Als dann auch noch die Geschäftsführerin anrief, war ich völlig überrascht."

Ausbildungsbeginn soll jetzt im September sein: "Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Danke!"

Melanie Trögel (27) kann ihr Glück kaum fassen: "Ich hatte keine Ahnung, was der Artikel auslösen würde!"
Melanie Trögel (27) kann ihr Glück kaum fassen: "Ich hatte keine Ahnung, was der Artikel auslösen würde!"  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg