Mercedes ergaunert, Verfolgungsjagd geliefert: Betrüger muss in Knast

Chemnitz - "Beruflich" war Fabian S. (34) schon immer sehr flexibel. Schlosser lernte er legal. Doch schon mit 21 Jahren "schulte" er auf Bankräuber um, kassierte für einen Überfall sechs Jahre Haft. Jetzt muss er als Betrüger in den Knast.

Fabian S. (34) ist Stammgast in sächsischen Gerichten. Am Donnerstag war Termin im Chemnitzer Landgericht.
Fabian S. (34) ist Stammgast in sächsischen Gerichten. Am Donnerstag war Termin im Chemnitzer Landgericht.  © Harry Härtel/Haertelpress

Der Dauer-Kriminelle hatte sich 2015 als Auto-Makler versucht. Doch ohne Auto war das schwierig. Der Sachse marschierte in ein Mercedes-Autohaus, bestellte dort großspurig eine C-Klasse mit Sonderausstattung. Wert: rund 105.000 Euro.

Aber dem Angeklagten ging es nur um den Mietwagen, der ihm vom Autohaus für die Übergangszeit gestellt wurde. Fuhrparkleiter Benny R. (44): "Er hat das Auto mitgenommen. Und kam nicht wieder." Drei Monate lang war Fabian S. mit der ergaunerten A-Klasse unterwegs - dann raste er vor einer Polizeikontrolle davon, baute bei der Verfolgungsjagd einen Unfall. Festnahme, rund 8000 Euro Schaden.

Der Betrüger gestand die Tat. Das Amtsgericht hatte den Mann unter Einbeziehung anderer Delikte zu 18 Monaten Haft verurteilt - ohne Bewährung.

Auch ein windiger Arbeitsvertrag als Finanzvermittler, der die rosige Zukunft des Mannes beweisen sollte, nutzte nicht: Die Berufungsverhandlung blieb für den 34-Jährigen erfolglos, Fabian S. muss in den Knast.

In diesem Autohaus bestellte der Betrüger den Nobelwagen, um an das Übergangsfahrzeug zu kommen.
In diesem Autohaus bestellte der Betrüger den Nobelwagen, um an das Übergangsfahrzeug zu kommen.  © Harry Härtel/Haertelpress

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