Showdown in Chemnitz: Wer wird Rocholds Nachfolger?

Chemnitz - Showdown nach der Sommerpause: Die Neubesetzung der Sozialdezernentenstelle geht in die heiße Phase. Die Kandidaten bringen sich in Stellung. Ob die CDU dieses Mal zum Zuge kommt, ist offen.

Der Stadtrat entscheidet nach der Sommerpause, wer Chef oder Chefin des Sozialdezernats wird.
Der Stadtrat entscheidet nach der Sommerpause, wer Chef oder Chefin des Sozialdezernats wird.  © Peter Zschage

Zwölf Frauen und Männer haben sich im Rathaus beworben. Noch ist die Bewerberliste unter Verschluss. Ein offenes Geheimnis ist, dass sich die CDU die besten Chancen ausrechnet.

Laut Sächsischer Gemeindeordnung "sollen die Vorschläge der Parteien nach dem Verhältnis ihrer Sitze im Gemeinderat berücksichtigt werden". Die SPD (12 Abgeordnete) stellt Kämmerer Sven Schulze (56). Die Grünen (5 Abgeordnete) haben Baubürgermeister Michael Stötzer (45). Der parteilose Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56) gilt als Mann der Linken (15 Stadträte). Nur CDU/FDP, mit 17 Abgeordneten die größte Stadtratsfraktion, steht ohne Dezernent da.

"Uns ist bewusst, dass die Besetzung das Verhältnis der Sitze im Gemeinderat widerspiegeln soll", so ein Sprecher der SPD. "Gleichzeitig schreibt die Gemeindeordnung vor, dass die Dezernenten die für das Amt erforderlichen fachlichen Voraussetzungen erfüllen müssen." Genauso sieht es Roland Katzer (67, AfD). "Unser Ziel ist es, einen weiteren Machtzuwachs von Rot-Rot-Grün zu verhindern", so Benjamin Jahn (31, Pro Chemnitz).

Im Herbst endet die Amtszeit von Dezernent Philipp Rochold (55, parteilos). Nach dem Zerwürfnis mit OB Barbara Ludwig (56, SPD, TAG24 berichtete) verzichtet er auf eine Bewerbung.

Nach sieben Jahren geht Philipp Rocholds (55, parteilos) Amtszeit als Sozialbürgermeister zu Ende.
Nach sieben Jahren geht Philipp Rocholds (55, parteilos) Amtszeit als Sozialbürgermeister zu Ende.  © Kristin Schmidt

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