AfD-Storch hetzt gegen sächsische Freibäder

Crossen - Da passt einiges nicht zusammen: Beatrix von Storch (47), stellvertretende Bundestagsvorsitzende der AfD, sorgte via Facebook mal wieder für Aufsehen.

AfD-Hetze: Beatrix von Storch (47) nutzte das Crossner Freibad auf Facebook für ihre Propaganda gegen Migranten.
AfD-Hetze: Beatrix von Storch (47) nutzte das Crossner Freibad auf Facebook für ihre Propaganda gegen Migranten.  © dpa/Marijan Murat

In einem ihrer Beiträge behauptete sie, ausländische Badegäste seien für die Besucher-Flaute im Crossener Freibad verantwortlich (TAG24 berichtete) - eine Aussage, die schlichtweg falsch ist.

Crossens Badchef Carol Forster (51) stellt klar: "Migranten oder Flüchtlinge begrüßen wir extrem selten bis nie. Unser Bad liegt abseits im Grünen, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so leicht zu erreichen." Von Storch hatte eine Aussage eines vogtländischen Badbetreibers mit Crossen in Zusammenhang gebracht und zudem auf die Übergriffe im Gablenzer Bad verwiesen. Dort wurden Kinder kürzlich von Gleichaltrigen unsittlich berührt.

Forster, ehemals FDP-Stadtrat, ärgert sich über die Ausländer-Hetze: "Unser Bad wurde zu Propagandazwecken missbraucht. Das ist alles aus der Luft gegriffen." Er habe von Storch kontaktiert, doch keine Antwort erhalten.

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Auf Facebook wird der Beitrag heiß diskutiert - 2000 Nutzer haben kommentiert, mehr als 1500 geteilt. Einige haben die falschen Informationen der AfD-Vize enttarnt, andere sehen sich in ihrer Wahrnehmung bestätigt.

Trotz Traumsommer wollte kaum einer ins Crossener Freibad. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Bis zu 1000 Besucher kamen in den vergangenen Tagen.
Trotz Traumsommer wollte kaum einer ins Crossener Freibad. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Bis zu 1000 Besucher kamen in den vergangenen Tagen.  © Maik Börner

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