Kriegsgranaten fliegen in der Dippser Heide in die Luft

Sprengmeister Joachim Kniesche (63) zeigt die Granaten-Überreste nach seinem erfolgreichen letzten Einsatz.
Sprengmeister Joachim Kniesche (63) zeigt die Granaten-Überreste nach seinem erfolgreichen letzten Einsatz.  © Roland Halkasch

Karsdorf - Immer wieder tauchen in der Dippoldiswalder Heide Bomben, Granaten und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg auf.

Seit vier Jahren wird das Gebiet darum von Experten nach explosiven Überbleibseln durchkämmt. Am Donnerstag wurde der neueste Fund gesprengt!

In der Dippser Heide lagerten Wehrmachtsverbände auf der Flucht vor der Roten Armee Armee tonnenweise Munition, ließen diese aber teils zurück. Da nach Kriegsende nicht alle Überbleibsel gefunden und gesprengt wurden, holt das seit 2013 der Kampfmittelbeseitigungsdienst nach.

75 Granaten (Panzer-, Hand- sowie Gewehrgranaten) ließ Sprengmeister Joachim Kniesche (63) am Mittag tief verbuddelt in der Erde hoch gehen. Nach 39 Jahren im Dienst war es wohl die letzte kontrollierte Sprengung des Routiniers: "Im Februar gehe ich in Rente", sagte Kniesche.

Für den Einsatz wurde das Waldstück zwischen zwischen Karsdorf und Malter gesperrt, 15 Polizisten und ein Hubschrauber sicherten den Einsatz ab.

75 aufgefundene Weltkriegs-Granaten wurden in der Dippser Heide zur Entschärfung vergraben und gesprengt.
75 aufgefundene Weltkriegs-Granaten wurden in der Dippser Heide zur Entschärfung vergraben und gesprengt.  © Roland Halkasch

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