Stellenabbau: Arbeitsagentur schließt Filialen in Sachsen

Zum Beginn des Jahres 2018 werden zwei weitere Geschäftsstellen im Land geschlossen (Symbolbild).
Zum Beginn des Jahres 2018 werden zwei weitere Geschäftsstellen im Land geschlossen (Symbolbild).  © DPA

Chemnitz - Weniger Filialen und Stellenabbau: Die Bundesagentur für Arbeit in Sachsen reagiert auf die stetig sinkende Zahl von Arbeitslosen. Zum Beginn des Jahres 2018 werden zwei weitere Geschäftsstellen im Land geschlossen. Vom 1. Januar an wird es keine Außenstellen mehr in Bischofswerda und Radeberg geben. Begründet wird die Schließung mit dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

Im April war bereits die Filiale in Geithain (Landkreis Leipzig) geschlossen worden. Damit wird es künftig nur noch 35 Geschäftsstellen in den elf Arbeitsagenturen Sachsens geben.

Man werde sich weiter an die Änderungen auf dem Arbeitsmarkt anpassen, sagte Klaus-Peter Hansen, Leiter der Regionaldirektion in Chemnitz, der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Agentur für Arbeit in Bischofswerda waren im September noch 260 Menschen arbeitslos gemeldet, in Radeberg waren es 272. "Wir bleiben mit unseren Mitarbeitern in der Fläche und auch persönlich für unsere Kunden ansprechbar", versicherte Hansen.

Weil immer weniger Menschen in Sachsen arbeitslos sind, wird die Arbeitsagentur zudem ihre Mitarbeiterzahl verringern. Bis 2020 sollen rund 500 Stellen abgebaut werden. Dies erfolge durch Nichtbesetzung frei werdender Stellen, hieß es. "Es wird zu keinen Kündigungen kommen", sagte ein Sprecher.

Die Arbeitsagentur sei dem Beitragszahler gegenüber verpflichtet, entsprechend des Marktes zu arbeiten, sagte Hansen. "Dazu gehört neben der Erbringung von modernen Dienstleistungen auch, dass wir unseren Personalhaushalt und unsere Verwaltungskosten wirtschaftlich gestalten", sagte der sächsische Agenturchef. Man setze unter anderem auf telefonische Beratungen oder auch Antragstellungen und Stellensuche per Computer.

Trotz des geplanten Stellenabbaus sucht auch die Arbeitsagentur in den kommenden Jahren nach qualifizierten Kräften. Grund sei, dass mehr Beschäftigte in Rente gehen würden als Personal eingespart werden solle. Daher müsse in den kommenden Jahren verstärkt ausgebildet werden, hieß es.


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