Gefährlich für den Menschen: Warnung vor diesem Falter in Sachsens Wäldern

Eine Raupe des Eichenprozessspinners kriecht auf einem Baumstamm entlang. Ihre giftigen Beinhaare können dem Menschen gefährlich werden.
Eine Raupe des Eichenprozessspinners kriecht auf einem Baumstamm entlang. Ihre giftigen Beinhaare können dem Menschen gefährlich werden.  © DPA

Dresden - Sie sind klein und haarig, haben einen Riesenappetit und können auch Menschen gefährlich werden: Eichenprozessionsspinner.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst warnt vor der Ausbreitung der fiesen Falter in unseren Wäldern.

Dass sich die Tiere nun auch in Sachsen wohlfühlen, habe mit dem Klimawandel zu tun, sagt Sachsenforst-Sprecher Dr. Renke Coordes. Der Falter bevorzuge eine trocken-warme Witterung. Durch Dürre geschwächte Bäume seien zudem anfälliger für den Schädling.

Im vergangenen Jahr fanden Mitarbeiter des Staatsbetriebs an rund 20 Orten in Nordsachsen Gespinste oder Raupen.

Auch im Kreis Dresden wurden sie fündig. Vermutlich werde der Eichenprozessionsspinner künftig neue Gebiete erobern und sich auch dort vermehren, wo er ohnehin schon heimisch sei, glaubt Coordes.

Die Falter fressen nicht nur Bäume kahl, im Raupenstadium können sie auch Menschen gefährlich werden. Ihre Brennhaare enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein, das auf der Haut allergische Reaktionen, Entzündungen und - eingeatmet - sogar schweres Asthma und einen allergischen Schock auslösen kann.

Werden Insektizide gegen den Eichenprozessspinner eingesetzt, müssen ganze Wälder gesperrt werden.
Werden Insektizide gegen den Eichenprozessspinner eingesetzt, müssen ganze Wälder gesperrt werden.  © ZB-Funkregio Ost

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