Aue-Trainer Daniel Meyer schaut verstärkt auf eigenen Nachwuchs

Aue - Es ist noch kein Punktspiel absolviert und trotzdem entwickelt sich FCE-Trainer Daniel Meyer zu einem Volltreffer für den Verein. Warum? Weil er auf den eigenen Nachwuchs schaut.

Niklas Jeck (r.) im Testspiel gegen Budissa Bautzen im Zweikampf mit Michael Schlicht.
Niklas Jeck (r.) im Testspiel gegen Budissa Bautzen im Zweikampf mit Michael Schlicht.  © Frank Kruczynski

Mit Niklas Jeck und Julian Meier spielten im Test gegen Bautzen (2:0) zwei A-Junioren mit. Vor allem der erst 16-jährige Jeck überzeugte dabei.

"Du musst nur richtig hinschauen, dann siehst du auch Talente in den eigenen Reihen." Mit Sascha Härtel hat einer jetzt den Sprung nach oben geschafft, weitere könnten folgen.

Niklas Jeck zum Beispiel. "Er spielt das sauentspannt", lobt Meyer. "Zwar hat Bautzen keine Gegenwehr groß geleistet, aber der Junge ist 16, der spielt aus der Kalten derart abgeklärt gegen eine gestandene Regionalliga-Truppe. Niklas ist sehr interessant."

1,90-Hüne Jeck durfte schon in den ersten eineinhalb Wochen mit den Profis trainieren, ging dann in den wohlverdienten Urlaub und ist jetzt wieder dauerhaft dabei.

Youngster Niklas Jeck ist das größte Auer Talent und könnte schon bald den Sprung zu den Profis schaffen.
Youngster Niklas Jeck ist das größte Auer Talent und könnte schon bald den Sprung zu den Profis schaffen.  © Picture Point/S. Sonntag

"Er setzt das 1:1 um, was wir ihm erzählen. Er schlägt mit einer unglaublichen Ruhe Pässe über 30, 40 Meter, die kommen genau in den Fuß", staunt Meyer. Er hätte das Talent schon in diesem Jahr gern zum Local Player gemacht. "Das ging aber nicht, da er erst im September 17 wird. Ab da könnte er aber mit einer Sondergenehmigung spielen", so Meyer.

Doch nicht nur bei Jeck will der Trainer auf die Talente aus den eigenen Reihen schauen. "Wir saßen erst am Dienstag mit A-Junioren-Trainer Marc Hensel zusammen. Wir wollen einen Pool von sechs Spielern bilden, die bei uns mittrainieren sollen. Wir wollen die Local-Player-Regelung nicht nur auf dem Papier haben. Die Jungs mit diesem Status haben berechtigte Hoffnungen auf Einsatzzeiten", erklärt der 38-Jährige.

Auch wenn Niklas Jeck diesen Status altersbedingt noch nicht hat, er könnte das nächste Eigengewächs werden, das oben anklopft.

Mit Meyer hat er den richtigen Ziehvater an seiner Seite. Einer, der lange mit Talenten gearbeitet hat, Nachwuchschef beim 1. FC Köln war.

Er kann mit jungen Leuten umgehen. Zum Glück für Aue.

FCE-Coach Daniel Meyer hält verstärkt im eigenen Nachwuchs Ausschau nach möglichen Talenten.
FCE-Coach Daniel Meyer hält verstärkt im eigenen Nachwuchs Ausschau nach möglichen Talenten.  © Picture Point/S. Sonntag

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