Er erstach seine Freundin, muss aber nicht in den Knast

Chemnitz/Stollberg - Die Beweislage war eindeutig: Chris H. (37) hat seine Freundin Maria T. († 27) nachts in seinem Elternhaus in Stollberg 'erdolcht' (TAG24 berichtete).

Chris H. (37, l.) hatte seine Freundin am 23. April 2018 mit einem Küchenmesser umgebracht.
Chris H. (37, l.) hatte seine Freundin am 23. April 2018 mit einem Küchenmesser umgebracht.  © Harry Härtel/Haertelpress

In den Knast muss H. nicht. Er ist nicht schuldfähig, litt laut psychiatrischen Gutachten an paranoider Schizophrenie und muss nun in die Psychiatrie.

"Das Urteil war zu erwarten", sagte Verteidiger Uwe Lang (61) im Landgericht Chemnitz. Sein Mandant hatte während der neun Prozesstage geschwiegen. Es gibt allerdings keinen Zweifel, dass er die Tat am 23. April 2018 in der Oberen Hartensteiner Straße in Stollberg begangen hat. "An seinem Schuh klebte das Blut des Opfers."

Die Einzelheiten des angeklagten Totschlags sind grausam: H. hatte seine Freundin mit einem 22 Zentimeter langen Küchenmesser erstochen. Maria T. schleppte sich schwer verletzt durch die Wohnung - verstarb wenig später im Badezimmer.

Der Killer flüchtete Richtung Bayern, wurde dort aber schnell von Fahndern gefasst. Welcher Psychiatrie H. zugewiesen wird, steht noch nicht fest.

Verbrechen im Stollberger Ortsteil Raum: Chris H. hatte seine Freundin mit einem 22 Zentimeter langen Küchenmesser erstochen.
Verbrechen im Stollberger Ortsteil Raum: Chris H. hatte seine Freundin mit einem 22 Zentimeter langen Küchenmesser erstochen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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