EU-Sanktionen gegen Russland: So leidet Sachsens Wirtschaft!

Dresden - Fünf Jahre Russland-Sanktionen haben der ostdeutschen Wirtschaft massiv geschadet - deutlich mehr als Firmen im Westen. Sachsen hat es sogar am schlimmsten erwischt, so der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Das Treffen von Ministerpräsident Kretschmer (l.) mit Wladimir Putin Anfang Juni hatte für große Aufregung gesorgt.
Das Treffen von Ministerpräsident Kretschmer (l.) mit Wladimir Putin Anfang Juni hatte für große Aufregung gesorgt.  © Pool Sputnik Kremlin/AP

Zwischen 2013 und 2018 ging das Handelsvolumen Sachsens mit 72,5 Prozent am stärksten zurück, in den fünf Ost-Ländern (ohne Berlin) zusammen waren es durchschnittlich 28,7 Prozent. In Westen schrumpfte der Warenaustausch nur um 17 Prozent.

Der Chef des Ost-Ausschusses, Michael Harms (54), führt das Gefälle vor allem darauf zurück, dass Ost-Maschinenbauer sehr stark auf Russland ausgerichtet waren. "

Das sind keine Großkonzerne, das sind alles Mittelständler, und die Ausfälle haben dann schon eine enorme Bedeutung."

Beispiel Sachsen: Die Firma Mechanik Taucha Fördertechnik, auf den Bau von Kränen spezialisiert, hatte bereits vor Jahren Alarm geschlagen. Ihnen war 2014 ihr Russland-Geschäft wegen des Embargos komplett weggebrochen. Personal musste entlassen werden.

Der Großteil der EU-Sanktionen gegen Russland wegen des blutigen Konflikts in der Ost-Ukraine ist am 31. Juli seit fünf Jahren in Kraft.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) hatte jüngst mit seinem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin (66) und seiner Forderung nach einem Ende der Sanktionen für Kritik gesorgt - aus dem Osten aber kam Zuspruch. Kurz darauf hatte die EU sie aber bis Januar 2020 verlängert.

Mechanik-Taucha-Chef Olaf Brauer: Der Kran-Hersteller leidet unter den Sanktionen.
Mechanik-Taucha-Chef Olaf Brauer: Der Kran-Hersteller leidet unter den Sanktionen.  © DPA

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