Sachsens Förster in Angst! Borkenkäfer ist im Anmarsch

Der gefährliche Borkenkäfer freut sich über sonnige Tage, Sachsens Forstwirte weniger.
Der gefährliche Borkenkäfer freut sich über sonnige Tage, Sachsens Forstwirte weniger.  © DPA

Dresden - Während viele Sachsen die ersten warmen Tage im Jahr genießen, sind genau diese von den Forstwirten gefürchtet: Ab 16,5 Grad schwärmt nämlich der gefährliche Borkenkäfer aus.

Der Sachsenforst ruft deshalb zur Vorsicht auf.

„Bereits im März gab es ein paar extreme Tage“, sagt Lutz Otto (57), Waldschutz-Experte beim Sachsenforst. „Da gab es einen ersten Schwarmflug, aber der war noch relativ klein.“

Bei diesem Flug verlassen die Käfer ihre alten Bäume und befallen neue, um sich dort fortzupflanzen. Das dauert dann sechs bis acht Wochen und führt pro Paar zu bis zu 40 neuen Käfern.

Geschwächte oder bereits tote Bäume sind ein ideales Ziel der Käfer.
Geschwächte oder bereits tote Bäume sind ein ideales Ziel der Käfer.  © DPA

„Viele haben dann den recht kühlen April gewartet und sich weiterentwickelt“, so Otto.

„Deshalb kam es Mitte Mai zu so einem großen Schwarmflug.“

Jetzt müssen die Forstwirte aufpassen und befallene Bäume rechtzeitig entfernen, bevor sich die nächste Generation auf die Reise macht. Damit das recht lange dauert, hofft der Sachsenforst auf kühles, regnerisches Wetter.

Auf den nächsten Winter wartet bereits der Nationalpark „Sächsische Schweiz“.

Dieser hängt beim Versuch, den angelegten Fichtenwald zu 75 Prozent wieder in einen naturnahen Mischwald zu verwandeln, zehn Jahre im Zeitplan hinterher. Erst 2030 soll es soweit sein.

Sprecher Hanspeter Mayr (53): „Wir können nur im Winter Waldpflege betreiben, Bäume fällen und rausholen.“


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