Sachsens Friedhöfe leiden unter Urnen-Trend

Dresden - Der Trend zur Urnenbeisetzung und die dadurch vielfache Nutzung von Gräbern bringt Sachsens Friedhöfe zunehmend in Schwierigkeiten.

Urnen werden immer häufiger genutzt.
Urnen werden immer häufiger genutzt.  © 123RF

„Wo früher ein Grab war, sind jetzt zehn bis zwölf Namen auf einem Stein“, beschreibt Matthias Oelke von der evangelischen Landeskirche die Situation. Mit etwa 1250 Anlagen unterhält sie den Großteil. „Das wirkt sich auf die wirtschaftliche Situation der Friedhöfe aus.“

Nach Angaben des Sozialministeriums gibt es auf den insgesamt rund 1700 Friedhöfen im Freistaat inzwischen deutlich mehr Urnen- als Erdbestattungen. Die Quote liegt demnach bei mehr als 60 Prozent.

Regional verschieden gebe es Flächenverkleinerungen, Konzentrationen und Sammelgräber, wie Landeskirchensprecher Oelke berichtet.

Vereinzelt habe es aber auch schon Schließungen gegeben oder es würden keine neuen Bestattungen mehr zugelassen.

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